Unsere Lehre für das Wintersemester 20/21

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zum Lehrbetrieb der Cusanus Hochschule im Wintersemester 2020/21.

Aktuelle Information vom 29.10.20

In einem Schreiben an Studierende und Lehrende der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung hat Hochschulpräsident Reinhard Loske am 29.10.20 mitgeteilt, dass der Lehrbetrieb in den beiden kommenden Monaten wegen der galoppierenden Entwicklung der Corona-Pandemie von präsentisch auf digital umgestellt wird. Die wichtigsten Auszüge aus dem Schreiben:

Liebe Studierende,
liebe Lehrende,

wir haben uns heute im Präsidium ausgiebig mit den gestrigen Beschlüssen von Bundesregierung und Ländern zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie beschäftigt und uns dabei von unserem gemeinsamen Leitbild der „lernenden Verantwortungsgemeinschaft“ leiten lassen. Die Beschlüsse sind vor dem Hintergrund der exponentiell wachsenden Infektionszahlen sowie der realen Gefahr eines überforderten Gesundheitssystems und eines kompletten Lockdowns aus unserer Sicht plausibel und  nachvollziehbar, auch wenn sie für verschiedene Gruppen der Gesellschaft unzweifelhaft Härten mit sich bringen.

Was bedeuten sie für uns?

Zunächst zum Seminarbetrieb und zu den studentischen Angelegenheiten:

Unsere bisherige Begründung, wir seien wegen der Abhaltung der Seminare in festen Gruppen eher wie eine Schule zu behandeln, trägt in diesem Stadium der Pandemie mit seinen galoppierenden Infektionszahlen nicht mehr. Die meisten Studierenden reisen aus allen Teilen der Republik und teilweise auch aus dem Ausland an und kommen aus unterschiedlichen Familien und Lebensgemeinschaften. Diese potentiell infektionsfördernde Konstellation ist trotz unserer vorbildlichen Hygieneregeln und ihrer bislang disziplinierten und solidarischen Umsetzung in Hochschule und Studierendenhaus mit der neuen Lage nicht mehr vereinbar.

Wir haben deshalb heute im Präsidium beschlossen, den präsentischen Modus der Lehre in den Monaten November und Dezember auszusetzen und Mitte Dezember auf der Basis der dann vorliegenden Informationen über die Pandemieentwicklung zu entscheiden, ob die Monate Januar und Februar 2021 wieder teilweise im präsentischen Modus stattfinden können. …

Unser Ehrgeiz muss jetzt darauf liegen, den digitalen Seminarbetrieb der Monate November und Dezember trotz der veränderten Umstände so intensiv, interessant und diskursiv zu gestalten wie eben möglich. Dieser Herausforderung haben wir uns bereits im letzten Semester gestellt und seitdem einiges dazugelernt. Formen der gemeinsamen Teilnahme von kleinen Gruppen an digitalen Lehrveranstaltungen sind unter Einhaltung der Regeln möglich.

Wir treffen jetzt bereits eine Entscheidung auch für den Dezember, um erstens eine Planungssicherheit zu gewährleisten und zweitens schon jetzt eine sorgfältige und qualitativ hochwertige Vorbereitung der Seminare im digitalen Format zu ermöglichen.

Für Lehrende und GastdozentInnen stellt sich ab der kommenden Woche die Herausforderung, ihre Veranstaltungen im Digitalformat durchzuführen.

Wir sind uns als Hochschulleitung darüber im Klaren, dass sich aus der Pandemieentwicklung und den Regelungen zu ihrer Bekämpfung Erschwernisse ergeben. Das gilt umso mehr, als dass wir in den vergangenen vier Wochen im Präsenzbetrieb überwiegend positive Erfahrungen sammeln konnten. Zugleich sind wir aber im Sinne unseres Leitbildes der „lernenden Verantwortungsgemeinschaft“ davon überzeugt, dass unsere Aufgabe nun darin besteht, aus den schwierigen Umständen das Beste zu machen.

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Information von September 2020

Für die Hochschulleitung erklärt der Präsident Prof. Dr. Reinhard Loske:Die Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung hat sich aufgrund der COVID-19-Pandemie schon im frühen März d.J. dafür entschieden, das Sommersemester 2020 mit digitalen Formaten zu gestalten. Diese Entscheidung hat sich als richtig erwiesen und uns in die Lage versetzt, eine innovative Mischung aus Seminaren, Gesprächsrunden, Ringvorlesung und neuen Formaten wie den “Chronist*innen der Krise” zu entwickeln und zu realisieren. Das Präsidium der Hochschule ist sehr dankbar dafür, dass dieser Weg von Studierenden, Mitarbeitenden und Externen so positiv mitgegangen wurde und wird. Zugleich vermissen viele aber verständlicherweise das gemeinsame und intensive Lernen vor Ort, das die Hochschulgemeinschaft vor dem Aufkommen der Pandemie ausgezeichnet hat.

Als Hochschulleitung stehen wir nun vor der Herausforderung, die Planung des Wintersemesters 2020/21 unter Unsicherheit anzugehen. Dazu führen wir intern und extern viele Gespräche. Vorweg: Der Veranstaltungsbetrieb des Wintersemesters beginnt am 12. Oktober 2020 und endet am 26. Februar 2021. Davon, dass im Herbst noch die gleichen Abstandsregeln und Hygienevorschriften wie heute gelten, müssen wir nach Auskunft der Gesundheitsbehörden ausgehen. Wir planen (Stand heute) für das Wintersemester einen regulären Lehrbetrieb vor Ort unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln. Das stellt uns vor logistische Herausforderungen inklusive der ggfs. notwendig werdenden Erschließung neuer und größerer Raumkapazitäten. Diese halten wir aber für bewältigbar. Das gemeinsame Lernen vor Ort wieder möglich zu machen, hat für uns einen hohen Stellenwert.

Da wir aber nicht genau wissen können, wie sich die Pandemie im Sommer und Herbst entwickelt, müssen wir auch den Plan B verfolgen, der eine Weiterentwicklung der digitalen Variante und die Auswertung der im Sommersemester 2020 gesammelten Erfahrungen beinhaltet. An Formaten wie der digitalen Ringvorlesung werden wir aufgrund der überaus positiven Rückmeldungen festhalten.

Die staatlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz haben sich bereits jetzt mit dem Wissenschaftsministerium darauf verständigt, im Wintersemester eine Mischung aus Digital- und Präsenzlehre anzubieten. Näheres findet sich hier.

Wir haben als Hochschulleitung eine Präferenz für die Lehre vor Ort im Wintersemester und planen trotz vorhandener Unsicherheiten entsprechend. Darüber hinaus werden wir auch die digitale Lehre weiterentwickeln und bei Bedarf auch Mischformate aus digitaler und analoger Lehre entwickeln. Wir halten die Hochschulgemeinschaft auf dem Laufenden.