Besuch des Bundes katholischer Unternehmer (BKU) an der Cusanus Hochschule

Auf Initiative von BKU-Mitglied Herrn Dr. Hans Jürgen Arens besuchte der Bundesvorsitzende des BKU, Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel im April die Cusanus Hochschule. Er und Herr Arens sprachen ausführlich mit Prof. Dr. Silja Graupe und Prof. Dr. Harald Schwaetzer.

Der Bund Katholischer Unternehmer ist ein freiwilliger Zusammenschluss von katholischen Unternehmer_innen und unternehmerisch Tätigen und hat derzeit rund 1.200 Mitglieder. Der BKU wurde am 27. März 1949 gegründet mit dem Ziel, beim Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft sowie bei der Errichtung einer menschenwürdigen Gesellschaftsordnung einen Beitrag aus christlicher Verantwortung zu leisten. Angesichts der zahlreichen Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft im Zeitalter der Globalisierung und der Informationstechnologie sind seine Mitglieder überzeugt, dass dieses Ziel auch heute unverändert weiter gilt.

V.l.n.r.: Dr. Hans Jürgen Arens, Prof. Dr. Silja Graupe, Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Prof. Dr. Harald Schwaetzer

Professor Hemel betonte bei dem Besuch besonders, dass Wirtschaft weiterhin Werte suche und es Antworten auf viele praktische und ethische Fragen unternehmerischer Verantwortung bedürfe. Hier böte sich eine Zusammenarbeit mit der Cusanus Hochschule an. „Gerade die werteorientierte Sicht auf wirtschaftliches Handeln passt gut zum geistigen und geistlichen Fundament des BKU, so dass nun weiter gehende Kooperationsmöglichkeiten in Prüfung sind“, betonte Professor Hemel nach dem Gespräch. Konkret ist etwa ein gemeinsames Weiterbildungsangebot in Planung, das sich mit der Lebbarkeit von Werten in Unternehmen und Wirtschaft beschäftigen wird. Wie können Werte gebildet werden und welche Bildung braucht es, um dies zu ermöglichen? Um solchen Fragen auf den Grund zu gehen, soll die wirtschaftliche Praxis ganz konkret in den Dialog mit der Wirtschaftstheorie und der Philosophie gebracht werden, so dass neue Formen des Denkens, Handelns und Erkennens im unternehmerischen Alltag entstehen können. „In vielen Unternehmen existieren auch heutzutage selbstverständliche Werthaltungen, die sich aber immer schwerer leben und verwirklichen lassen“, beobachtet Silja Graupe. „Wir wollen mit dem BKU gemeinsame Bildungsräume schaffen, um diesen Haltungen eine Stimme zu geben und im Erfahrungsaustausch neue Entfaltungsmöglichkeiten auszuloten.“