Bilder beweglich denken: Internationales Cusanus-Symposion zu Ehren von Professor Kazuhiko Yamaki (Waseda Universität Tokyo)

Foto: Il Kim (Auburn, USA)

Ein internationales Symposion zu Ehren von Professor Kazuhiko Yamaki (Waseda Universität Tokyo) fand vom 3. bis zum 5. November 2017 in Bernkastel-Kues statt. Anlass war der 70. Geburtstag von Professor Yamaki, der an der japanischen Elite-Universität Waseda über die Philosophie des Westens lehrt und forscht. Dabei hat sich Professor Yamaki auch seit über 40 Jahren dem Leben und Werk des Nicolaus Cusanus gewidmet. So ist er nicht nur langjähriger Vorsitzender der japanischen Cusanus Gesellschaft; ebenso finden seine wissenschaftlichen Beiträge zu Cusanus weltweit Beachtung.
Zum Symposion fanden sich deshalb einige der weltweit angesehensten Cusanus-Forscher im traditionsreichen Cusanus-Geburtshaus am Moselufer ein. Beiträge lieferten Prof. Michael Eckert (Universität Tübingen), Prof. Gianluca Cuozzo (Universität Turin), Prof. Il Kim (Universität Auburn/USA), Prof. Inigo Bocken (Radbout-Universität Nijmegen u. Cusanus Hochschule), Prof. Isabelle Mandrella (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Tilman Borsche (Universität Hildesheim u. Cusanus Hochschule) und Susan Kabisch (Universität Hildesheim). Aus Bernkastel-Kues nahmen Prof. Harald Schwaetzer (Cusanus Hochschule) und Dr. Matthias Vollet (Kueser Akademie u. Universität Mainz) mit Vorträgen am Symposion teil. Ein Grußwort sprach Stadtbürgermeister Wolfgang Port (Vorsitzender der Cusanus Gesellschaft). Die musikalische Würdigung Prof. Yamakis unternahm der australische Meisterspieler Jim Franklin mit seiner Shakuhachi (japanische Bambusflöte).

Foto: Il Kim (Auburn, USA)

Der große Festvortrag wurde von Prof. Wolfgang Christian Schneider (Universität Hildesheim u. Cusanus Hochschule) gehalten. In einem formidablen Panorama rückte der Hildesheimer Kulturhistoriker Cherubim, Arma Christi und die Teinacher Tafel ins Blickfeld der Zuhörer, bevor er den geistigen Sprung nach Osten wagte: zu den tibetischen Mandalas und Thangkas. Die in seiner Präsentation verwendeten Bilder wurden – aufgrund der intensiven Archivrecherchen Prof. Schneiders – übrigens nach Jahrhunderten zum ersten Male in der Öffentlichkeit gezeigt.
Die umfangreiche Forschung von Prof. Yamaki zu Cusanus ist in einem kürzlich erschienenen Sammelband (Anregung und Übung, Münster, Aschendorff Verlag, 2017, 405 Seiten) mit 24 Beiträgen zusammengefasst.