Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung stellt wegen COVID-19-Pandemie im November und Dezember auf digitale Lehre um

In einem Schreiben an Studierende und Lehrende der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung hat Hochschulpräsident Reinhard Loske mitgeteilt, dass der Lehrbetrieb in den beiden kommenden Monaten wegen der galoppierenden Entwicklung der Corona-Pandemie von präsentisch auf digital umgestellt wird. Die wichtigsten Auszüge aus dem Schreiben:

Liebe Studierende,
liebe Lehrende,

wir haben uns heute im Präsidium ausgiebig mit den gestrigen Beschlüssen von Bundesregierung und Ländern zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie beschäftigt und uns dabei von unserem gemeinsamen Leitbild der „lernenden Verantwortungsgemeinschaft“ leiten lassen. Die Beschlüsse sind vor dem Hintergrund der exponentiell wachsenden Infektionszahlen sowie der realen Gefahr eines überforderten Gesundheitssystems und eines kompletten Lockdowns aus unserer Sicht plausibel und  nachvollziehbar, auch wenn sie für verschiedene Gruppen der Gesellschaft unzweifelhaft Härten mit sich bringen.

Was bedeuten sie für uns?

Zunächst zum Seminarbetrieb und zu den studentischen Angelegenheiten:

Unsere bisherige Begründung, wir seien wegen der Abhaltung der Seminare in festen Gruppen eher wie eine Schule zu behandeln, trägt in diesem Stadium der Pandemie mit seinen galoppierenden Infektionszahlen nicht mehr. Die meisten Studierenden reisen aus allen Teilen der Republik und teilweise auch aus dem Ausland an und kommen aus unterschiedlichen Familien und Lebensgemeinschaften. Diese potentiell infektionsfördernde Konstellation ist trotz unserer vorbildlichen Hygieneregeln und ihrer bislang disziplinierten und solidarischen Umsetzung in Hochschule und Studierendenhaus mit der neuen Lage nicht mehr vereinbar.

Wir haben deshalb heute im Präsidium beschlossen, den präsentischen Modus der Lehre in den Monaten November und Dezember auszusetzen und Mitte Dezember auf der Basis der dann vorliegenden Informationen über die Pandemieentwicklung zu entscheiden, ob die Monate Januar und Februar 2021 wieder teilweise im präsentischen Modus stattfinden können. …

Unser Ehrgeiz muss jetzt darauf liegen, den digitalen Seminarbetrieb der Monate November und Dezember trotz der veränderten Umstände so intensiv, interessant und diskursiv zu gestalten wie eben möglich. Dieser Herausforderung haben wir uns bereits im letzten Semester gestellt und seitdem einiges dazugelernt. Formen der gemeinsamen Teilnahme von kleinen Gruppen an digitalen Lehrveranstaltungen sind unter Einhaltung der Regeln möglich.

Wir treffen jetzt bereits eine Entscheidung auch für den Dezember, um erstens eine Planungssicherheit zu gewährleisten und zweitens schon jetzt eine sorgfältige und qualitativ hochwertige Vorbereitung der Seminare im digitalen Format zu ermöglichen.

Für Lehrende und GastdozentInnen stellt sich ab der kommenden Woche die Herausforderung, ihre Veranstaltungen im Digitalformat durchzuführen.

Wir sind uns als Hochschulleitung darüber im Klaren, dass sich aus der Pandemieentwicklung und den Regelungen zu ihrer Bekämpfung Erschwernisse ergeben. Das gilt umso mehr, als dass wir in den vergangenen vier Wochen im Präsenzbetrieb überwiegend positive Erfahrungen sammeln konnten. Zugleich sind wir aber im Sinne unseres Leitbildes der „lernenden Verantwortungsgemeinschaft“ davon überzeugt, dass unsere Aufgabe nun darin besteht, aus den schwierigen Umständen das Beste zu machen.