Daniela Gottschlich neue Professorin für Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung

Portrait von Daniela Gottschlich

Dr. Daniela Gottschlich ist zum 1. Februar 2022 zur Professorin für „Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung“ an der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung ernannt worden. Zuvor war sie als Mitgründerin und 2. Vorsitzende des Lüneburger Instituts für Diversity, Natur, Gender und Nachhaltigkeit tätig.

Gottschlich studierte Politikwissenschaften und Germanistik an den Universitäten Osnabrück und Göttingen. Bereits in ihrer Magisterarbeit widmete sie sich dem Zusammenhang von Nachhaltigkeit und Gender. 2013 promovierte sie mit summa cum laude am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück. Ihre Dissertation „Kommende Nachhaltigkeit“ wurde mit dem Christiane Busch-Lüty-Förderpreis der Vereinigung für Ökologische Ökonomie ausgezeichnet. Bis 2014 leitete Daniela Gottschlich eine SÖF-Nachwuchsgruppe an der Leuphana Universität Lüneburg zu „Politiken der Naturgestaltung“. Nach zwei Vertretungsprofessuren an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Trier folgte sie nun dem Ruf auf die Professur für „Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung“ an der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung.

„Daniela Gottschlich ist eine der spannendsten zeitgenössischen Stimmen in den inter- und transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaften“, führt Professor Dr. Lars Hochmann, Vorsitzender der Berufungskommission und Sprecher des Senats, aus. „Sie begreift, untersucht und bearbeitet die sozialökologischen Krisen der Gegenwart als gesellschaftliche Herausforderungen. Damit sind stets Fragen von Ökonomie, Macht, Diskriminierung und Intersektionalität im Blick, aber auch die Möglichkeiten demokratischer Umgestaltung. Sie ergänzt uns und unser Profil in Lehre und Studium auf einzigartige Weise. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr“, so Hochmann.

Der thematische Fokus von Professorin Dr. Daniela Gottschlich liegt auf neuen Ökonomien, insbesondere in Bezug auf die Möglichkeiten einer Demokratisierung ökonomischer Naturverhältnisse, globaler Gerechtigkeit sowie dem Verhältnis von Erwerbs- und Care-Arbeit. Sie begreift nachhaltiges Wirtschaften als vorsorgendes Wirtschaften und verknüpft damit polit-ökonomische mit ökologischen Themen, indem sie postkoloniale Ansätze mit Commoning, Umweltgerechtigkeit und Antidiskriminierungsarbeit verbindet. „Neben dieser Perspektiverweiterungen im Forschungsbereich setzt sich Daniela Gottschlich auch mit blinden Flecken bisheriger Lösungsstrategien in der Praxis der Neugestaltung der Wirtschaft auseinander“, beschreibt Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Silja Graupe den strategischen Hintergrund der Berufung. „Ihre Stärke ist es, sowohl konzeptionell als auch praktisch-befähigend an alternativen Transformationsstrategien zu arbeiten. Sie erweitert und vertieft damit unseren transdisziplinären Ansatz, mit und in Wirtschaft und Gesellschaft zu forschen, in besonderer Weise.“