Eine prägende Erfahrung – Eindrücke aus der Praxis-Phase beim „Alternativen Nobelpreis“

„Eine Erfahrung ist etwas, aus dem man verändert hervorgeht“. An dieses Zitat von Michel Foucault müsse er immer wieder denken, wenn er sich an seine Praxis-Phase beim „Alternativen Nobelpreis“ erinnere, sagt Ökonomie-Student Alexander Repenning. Für acht Wochen arbeitete er in Stockholm bei der Right Livelihood Award Foundation, die den Preis jährlich an vier Personen oder Organisationen gibt, die praktische Lösungen für die Ursachen globaler Probleme gefunden haben. In seiner Zeit dort unterstützte er das Team bei der Vorbereitung der Preisverleihung und im Bereich der strategischen Finanzierung.

„Die Zeit dort war sehr inspirierend, da die Stiftung Menschen und Organisationen in allen erdenklichen Bereichen auszeichnet“, erzählt Repenning. „So wurde mein Blick für die Vielfalt an sozialen und ökologischen Problemen in dieser Welt jeden Tag geschärft und erweitert. Gleichzeitig lernte ich dabei Menschen und konkrete Lösungen kennen, die mich häufig tief berührten und mir Kraft und Inspiration für mein eigenes Engagement schenkten.“

Auch die Stiftung war von der Arbeit begeistert, wie der Geschäftsführer Ole von Uexküll betont: „Unsere Preisträger_innen zeigen, wie wichtig unabhängige Räume des Austauschs und Gestaltens für eine lebendige und gerechte Gesellschaft sind. Die Cusanus Hochschule ist ein hervorragendes Beispiel für den Versuch, solch freie Räume im Bereich von Bildung und Wissenschaft zu ermöglichen. Die Mitarbeit von Herr Repenning hat dies in beeindruckender Weise gezeigt. Sein Blick für das Wesentliche, seine präzise Arbeit, der eigenständige Umgang mit Herausforderungen und die tiefe Verbundenheit mit dem gesellschaftlichen Anliegen der Stiftung haben mir gezeigt, wie umfassend die fachliche und persönliche Bildung an der Hochschule angelegt ist.“

Daher geht die Zusammenarbeit auch nach dem Ende der Praxis-Phase weiter. So war Repenning Ende vergangenen Jahres als Begleitperson des indischen Menschenrechtsanwalts Colin Gonsalves, Preisträger in 2017, tätig. Besonders diese Begegnung sei es, die ihn nachhaltig beeindruckt habe: „Gonsalves ist mit seinem unermüdlichen und geschickten Einsatz für die Rechte von Benachteiligten ein großes Vorbild für mich – in seiner Professionalität, doch vor allem in seiner Menschlichkeit und Bescheidenheit.“ Als nächstes plant Repenning nun, seine Masterarbeit in Kooperation mit der Stiftung zu schreiben.