Gesellschaftliche Wirksamkeit der Cusanus Hochschule – ein Rückblick

In den Tagen und Wochen nach Semesteranfang (Sommersemester 2017) wandten sich Professor_innen und Mitarbeiter_innen auch außerhalb des Lehrbetriebes mit Vorträgen an die Öffentlichkeit. Dabei wurden die unterschiedlichsten Themen behandelt. Gemeinsam war allen Veranstaltungen der hohe gesellschaftliche Bezug ihrer Inhalte. Hier folgt eine kleine Auswahl der wichtigsten Veranstaltungen:

Prof. Dr. Silja Graupe sprach am 21. April vor etwa 500 Jugendlichen aus aller Welt auf einer Konferenz in Basel über „Transformative Wissenschaft“, also eine Wissenschaft, welche die Gesellschaft zum Besseren verändern kann. Ihr in englischer Sprache gehaltener Vortrag erklärte zuerst die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenhänge, die zur Katastrophe von Fukushima führten. Danach zeigte Prof. Graupe sichere Wege aus der wissenschaftlichen Krise. Am 11. Mai vertrat Prof. Graupe die Cusanus Hochschule auf einer Podiumsdiskussion an der Universität Mannheim, die im Rahmen der Ringvorlesung „Zeit umzudenken? – Die Plurale Ökonomik“ stattfand.

Prof. Dr. Harald Schwaetzer hielt am 8. April im Foyer des Deutschlandfunks in Köln im Rahmen des Forums Neue Musik einen aufrüttelnden Vortrag über „‘Die Antiquiertheit des Menschen‘. Günther Anders‘ moralische Phantasie im 21. Jahrhundert.“ Schwaetzer zeigte anhand der Überlegungen des Philosophen Anders, wie die Möglichkeiten und Gefahren der Technik nur durch eine Verwandlung des menschlichen Bewusstseins ausgeglichen werden können.

Das Auftreten von Rechtspopulist_innen und wirksame Gegenstrategien erklärte Prof. Dr. Walter Ötsch in Bad Hersfeld vor Leiter_innen von Engagement-Kollegs. Engagement-Kollegs erleichtern Rückkehrer_innen aus Freiwilligendiensten im Ausland den Wiedereinstieg in das Leben in Deutschland.

Prof. Dr. Stephan Panther sprach am 27. April 2017 im Leibniz-Kolleg der Universität Tübingen über den ökonomischen Querdenker Albert O. Hirschmann (1915-2012). Hirschmann bewies als Professor an den besten amerikanischen Universitäten schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts, dass sich komplizierte ökonomische Fragestellungen mit Theoriemodellen weder darstellen noch beantworten lassen.

Dr. Matthias Fechner hielt bereits am 23. März in Lieg/Hunsrück einen Vortrag auf der Vollversammlung aller von Schließung betroffenen Dorfschulen in Rheinland-Pfalz. Dabei ging es um Strategien, mit geplanten Schulschließungen konstruktiv umzugehen bzw. diese sogar zu verhindern.

Im Rahmen der Ringvorlesung “Polarschmelze, Polarisierung, Pluralismus” an der Universität zu Köln sprach Theresa Steffestun (M.A.) über den österreichischen Ökonomen Friedrich von Wieser, dessen Theorien die Ökonomisierung der Gesellschaft maßgeblich begünstigten.

Florian Rommel (M.A.) erklärte am 4. Mai in einem Vortrag im Freiraum Würzburg, wie die Bildung ökonomisiert wird und welche Freiräume wir dennoch schaffen können. Am 18. Mai sprach er auf der Ringvorlesung „Plurale Ökonomik“ der Universität Siegen über Wege zu einer vielfältigen und demokratischen Wirtschaftswissenschaft. Bei den Wirtschaftssoziologen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie erörterte der Nachwuchswissenschaftler am 1. Juni, wie in der Öffentlichkeitsarbeit bzw. den Public Relations die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen beeinflusst wird.