Neugründung der bursa cusana

Professor Johannes Hoff (Heythrop College London)

Zum Nachlass des Cusanus gehört nicht nur das Stift in Bernkastel-Kues, sondern auch die in Deventer angesiedelte bursa cusana, die es 20 jungen Studierenden ermöglichte, an der Lateinschule in Deventer zu studieren. Heutzutage erinnert daran nur noch ein Gedenkschild in der Deventer Bursesteeg, dem Haus, das den Studierenden zur Verfügung stand und wo sie Unterkunft fanden. Die Geschichte der bursa endete um 1700, als die Stadt Deventer das Geld für sich vereinnahmte.

Im 19. Jahrhundert kam dann es zu einen Rechtsstreit zwischen dem Cusanus-Stift in Kues und der Stadt Deventer um die Rückgabe des Geldes. Seitdem war es still um die bursa cusana geworden. Bis jetzt, denn das Titus Brandsma Institut für Mystik und Spiritualitätsforschung hat in Zusammenarbeit mit der Cusanus Hochschule und der Burghardt van den Bergh-Stiftung die bursa wieder eingerichtet. Das Geld konnte eingeworben werden, damit sich junge Nachwuchswissenschaftler_innen aus aller Welt, die sich mit Mystik und Spiritualität beschäftigen, zwei Mal im Jahr treffen und ihre Projekte diskutieren können – gemeinsam mit Forscher_innen des Titus Brandsma Instituts und der Cusanus Hochschule. Teil dieser Tagungen wird jeweils ein öffentlicher Vortrag eine_r anerkannten Wissenschaftler_in sein.

Am 17. und 18. Januar 2018 fand in Nijmegen bereits das erste Treffen statt. Niemand weniger als Professor Johannes Hoff (Heythrop College London) eröffnete die bursa cusana mit einem Vortrag mit dem Titel “Iconicity and the Anamorphosis of Social Space. Retrieving Nicholas of Cusa’s Political Pneumatology”. Zwei Tage lang haben Nachwuchswissenschaftler_innen ihre Pojekte vorgestellt und diskutiert. Wer daran interessiert ist, sich für ein Fellowship zu bewerben, kann Kontakt aufnehmen zu: Dr. Marc De Kesel, wissenschaftlicher Sekretär des Titus Brandsma Instituts: [Zur Darstellung dieser E-Mail-Adresse aktivieren Sie bitte Javascript (Spamschutz)]