NEW IMAGINATIVE ECONOMIES: Die Volkswagenstiftung fördert Forschungsprojekt zum Paradigmenwechsel innerhalb der Wirtschaftswissenschaften

Wie kann aus spontaner Solidarität und innovativer Interaktion während der Covid-19-Pandemie ein dauerhafter, nachhaltiger wirtschaftlicher Wandel entstehen? Welche Rolle spielen Gemeinsinn und Imagination und wie lassen sich überkommene Gewohnheiten durch neue Zukunftsentwürfe überwinden?

In dem neuen Forschungsprojekt „New Imaginative Economies – Changing the Foundations of Economic Thought in the Midst of Crisis“ untersucht Prof. Dr. Silja Graupe mit einem Team von Nachwuchswissenschaftler*innen diese Fragen. Dabei verbindet sie erkenntnistheoretische Forschungen zur Rolle von Gemeinsinn, Imagination und Zukunftsvorstellungen in wirtschaftlichen Transformationsprozessen mit einem empirischen Mixed-Methods-Ansatz aus der Komplexitätsforschung.

Hauptziele des Projekts sind:

  • inmitten der aktuellen Corona-Pandemie ein innovatives Verständnis imaginativer, narrativer und sinnstiftender Prozesse in der Ökonomie zu gewinnen,
  • ihre Bedeutungen für nachhaltige Transformationsprozesse in der Wirtschaft zu erforschen sowie
  • einen Paradigmenwechsel in der Ökonomie hin zu einem grundsätzlich dynamischen Verständnis menschlicher Gestaltungskräfte in der Wirtschaft zu initiieren.

Die Volkswagenstiftung fördert das Projekt im Rahmen ihrer Ausschreibung „Corona Crisis and Beyond – Perspectives for Science, Scholarship and Society“. Mit dieser Ausschreibung unterstützt die Stiftung Forschungsvorhaben aller Fachgebiete, deren Ergebnisse nicht nur unmittelbar zur Bewältigung der Krise beitragen sollen, sondern ebenso Impulse für eine mittel- bis langfristige Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen setzen können.

Das Projekt von Silja Graupe ist eines von 102 Vorhaben, die unter mehr als 1100 Förderanträgen durch die Volkswagenstiftung positiv begutachtet und bewilligt wurden. Die Projektlaufzeit ist von März 2021 bis Juni 2022.