SoSe 2021: Öffentliches Symposium

Save the Date:

Symposium (15.-17. Juli 2021)

Narrative des Wandels – Praktiken und Perspektiven neuer Institutions- und Gesellschaftsgestaltung

Eine nachhaltige, demokratische und solidarische Gesellschaft ist möglich! Noch ist das alltägliche Leben stark durch die globale Corona-Pandemie geprägt und die mediale Aufmerksamkeit im Bann der Bewältigung der akuten Krise. Wie ein Brennglas haben sich soziale Missstände verschärft, während die ökologische Vielfachkrise ungelöst geblieben ist. Doch gleichzeitig sind Wandlungs- und Transformationsprozesse bereits im Gang, und es eröffnen sich gerade inmitten der Krise Möglichkeiten für eine Neugestaltung der Gesellschaft von morgen:

Im Zuge der akuten Krisensituation haben beispielsweise unternehmerische Initiativen und zivilgesellschaftliche Akteure aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen gelernt, sich unter Bedingungen fundamentaler Unsicherheit zu organisieren und neu aufzustellen, um handlungsfähig zu bleiben. Dabei wurden neue Allianzen geschmiedet, Kooperationen und solidarische Praktiken erprobt und neue Selbstverständnisse entwickelt, Unternehmungen nicht nur als wirtschaftliche, kulturelle oder fürsorgende, sondern auch als gesellschaftspolitische Akteure zu begreifen.

Was kann aus diesen Geschichten des Gelingens im Hinblick auf eine sozial-ökologische Transformation gelernt werden? Und wie entdeckt und erzählt man sie überhaupt? Welche neuen Handlungsgewohnheiten können aus dieser Zeit mitgenommen, welche von früher wiederentdeckt oder verworfen werden?  Wie können aus diesen wertvollen Erfahrungen neue Narrative des Wandels und Zukunftsbilder entstehen, die einen Gestaltungshorizont für eine Wirtschaft von morgen in allen gesellschaftlichen Bereichen eröffnen? Welche Rolle können dabei transformative Wirtschaftswissenschaften spielen, die sich als Möglichkeitswissenschaften den Herausforderungen unserer Zeit und zugleich einer offenen Zukunft stellen?

Wir als Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung laden Sie herzlich dazu ein, diese und weitere Fragen in unserem digitalen Symposium Narrative des Wandels – Praktiken und Perspektiven neuer Institutions- und Gesellschaftsgestaltung zwischen Donnerstag, den 15. Juli und Samstag, den 17. Juli 2021 gemeinsam zu bewegen.

Es wird Keynotes zur Bedeutung und Erforschung von Narrativen sowie von Zukunftserwartungen- und Zukunftsbildern in Gestaltungs- und Transformationsprozessen geben: Narrative spielen in zahlreichen Disziplinen eine zunehmende Rolle, ob in der Linguistik, der Kultur-, der Wirtschaftswissenschaft oder der Philosophie – vielfach ist von einem „narrativen turn“ die Rede. Narrative können dabei als erkenntnistheoretische Kategorie verstanden werden, die dabei helfen, die oftmals stillschweigenden Annahmen, Werte und Weltbilder explizit zu machen, denen Praktiken des Wirtschaftens oder politische Diskurse zugrunde liegen. Gleichzeitig können in der Krise entstandene gemeinwohl-orientierte, solidarische und kooperative Formen des Wirtschaftens mittels Narrative sichtbar gemacht und somit gestärkt und über die Krise hinaus verstetigt werden.

Des Weiteren werden neuste Forschungs- und Bildungsprojekte der Hochschule präsentiert – beispielsweise zu „Gelingensgeschichten in der Krise“, zu einem nachhaltigen Finanzsystem oder zu Kunst und Bildung als Instrumente der Gesellschaftsgestaltung In interaktiven Workshops und Panels haben wir dann Gestalter*innen des Wandels zu Gast: Als Expert*innen geben sie Einblicke in innovative und kreative gesellschaftlichen Praktiken aus ihren jeweiligen Bereichen: Kunst & Kommunikation, die Neugestaltung urbaner Räume, Finanz-, Bildungs- und Ernährungswende. Als Dialog-Partner*innen kommen unsere Gäste miteinander und mit Ihnen ins Gespräch für eine nachhaltige Gestaltung einer Wirtschaft von morgen.

Zudem bieten World-Cafés und Kleingruppen-Diskussionen die Möglichkeit zur inhaltlichen Vertiefung, sich gegenseitigem Kennenlernen und Vernetzen. Eigene Initiativen können bei einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert werden. Darüber hinaus zeigen wir im Abendprogramm an zwei Tagen Filme zu den Themen Neugestaltung der Wirtschaft sowie Klimaaktivismus und kommen an einem weiteren Abend mit den Filmemachern ins Gespräch.

Angesichts des digitalen Formates sind ausreichend Erholungspausen eingeplant, bei Bedarf stehen digitale Räume für den informellen Austausch bereit. Für Studieninteressierte stellen wir zusätzlich unser Studienangebot vor und bieten persönliche Orientierungsgespräche an.

Organisatorisches:

Das Symposium findet unter der Leitung von Prof. Dr. Silja Graupe und Valentin Sagvosdkin (symposium@cusanus-hochschule.de) statt und wird von der Andrea von Braun Stiftung gefördert.

Am Symposium nehmen alle Studierenden der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung teil; sie ist in alle Studiengänge bereits verbindlich integriert.

Für die Workshops und Panels sind Gestalter*innen des Wandels aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen als Expert*innen und Dialogpartner*innen zu Gast.

Externe Studierende sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!

Sie können sich das Symposium in Verbindung mit einer schriftlichen Prüfungsleistung mit 3 ECTS-Punkten (B.A. oder M.A.) anerkennen lassen (nähere Informationen folgen).

Interessierte Bürger*innen sind ebenfalls herzlich eingeladen, am Symposium teilzunehmen.

Im Mai wird das Programm veröffentlicht und die Anmeldung freigeschaltet!

Mit engagierter Unterstützung von:

 

Bis dahin finden Sie hier die Video-Dokumentationen unserer letzten Ringvorlesungen: