Programm

„Narrative des Wandels – Praktiken und Perspektiven neuer Institutions- und Gesellschaftsgestaltung“

Konzept

Eine nachhaltige, demokratische und solidarische Gesellschaft ist möglich! Noch ist das alltägliche Leben stark durch die globale Corona-Pandemie geprägt und die mediale Aufmerksamkeit im Bann der Bewältigung der akuten Krise. Wie ein Brennglas haben sich soziale Missstände verschärft, während die ökologische Vielfachkrise ungelöst geblieben ist. Doch gleichzeitig sind Wandlungs- und Transformationsprozesse bereits im Gang, und es eröffnen sich gerade inmitten der Krise Möglichkeiten für eine Neugestaltung der Gesellschaft von morgen:

Im Zuge der akuten Krisensituation haben beispielsweise unternehmerische Initiativen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen gelernt, sich unter Bedingungen fundamentaler Unsicherheit zu organisieren und neu aufzustellen, um handlungsfähig zu bleiben. Dabei wurden neue Allianzen geschmiedet, Kooperationen und solidarische Praktiken erprobt und neue Selbstverständnisse entwickelt, Unternehmungen nicht nur als wirtschaftliche, kulturelle oder fürsorgende, sondern auch als gesellschaftspolitische Akteur:innen zu begreifen.

Was kann aus diesen Geschichten des Gelingens im Hinblick auf eine sozial-ökologische Transformation gelernt werden? Und wie entdeckt und erzählt man sie überhaupt? Welche neuen Handlungsgewohnheiten können aus dieser Zeit mitgenommen, welche von früher wiederentdeckt oder verworfen werden? Wie können aus diesen wertvollen Erfahrungen neue Narrative des Wandels und Zukunftsbilder entstehen, die einen Gestaltungshorizont für eine Wirtschaft von morgen in allen gesellschaftlichen Bereichen eröffnen? Welche Rolle können dabei transformative Wirtschaftswissenschaften spielen, die sich als Möglichkeitswissenschaften den Herausforderungen unserer Zeit und zugleich einer offenen Zukunft stellen?

Wir als Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung laden Sie herzlich dazu ein, diese und weitere Fragen in unserem digitalen Symposium Narrative des Wandels – Praktiken und Perspektiven neuer Institutions- und Gesellschaftsgestaltung zwischen Donnerstag, den 15. Juli und Samstag, den 17. Juli 2021 gemeinsam zu bewegen.

Programm:

Sie finden alle Informationen zu den unterschiedlichen Formaten und Inhalten in unserem Programmheft.

Überblick:

Die Keynotes thematisieren die Bedeutung und Erforschung von Narrativen sowie von Zukunftserwartungen- und Zukunftsbildern in Gestaltungs- und Transformationsprozessen. In interaktiven Workshops und Panels haben wir Gestalter:innen des Wandels zu einem bunten Straß an Themen zu Gast, unter anderem zur Agrar-, Finanz, oder Verkehrswende, Identitäts- und Gemeinschaftsbildung, zur Gestaltung solidarischer Unternehmungen und literarischer Visionen. Im Abendprogramm zeigen wir die Filme „Warum wir glauben, was wir glauben – Auf Spurensuche nach dem freien Markt“ und Climate Warriors – Der Kampf um die Zukunft unseres Planeten – und diskutieren mit den Filmemachern über Bildsprache, Filme als Erzählmittel und Narrative des Wandels.

     

Organisatorisches:

Das Symposium findet unter der Leitung von Prof. Dr. Silja Graupe und Valentin Sagvosdkin (symposium@cusanus-hochschule.de) statt und wird von der Andrea von Braun Stiftung gefördert. Am Symposium nehmen alle Studierenden der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung teil; es ist in alle Studiengänge bereits verbindlich integriert.

Externe Studierende sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!

Sie können sich das Symposium in Verbindung mit einer schriftlichen Prüfungsleistung mit 3 ECTS-Punkten (B.A. oder M.A.) anerkennen lassen (siehe Leitfaden).

Interessierte Bürger:innen sind ebenfalls herzlich eingeladen, am Symposium teilzunehmen.

Mit engagierter Unterstützung von: