Start des Masterstudiengangs Ökonomie – Imagination – Zukunftsgestaltung

Zum Wintersemester 2021/22 hat die Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung ihren neuen Masterstudiengang „Ökonomie – Imagination – Zukunftsgestaltung“ aufgenommen. Der Fokus des Studiengangs liegt auf der Vermittlung eines pluralen und problemorientierten Fundaments neuen ökonomischen Denkens. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die interdisziplinäre Erforschung sinnstiftender und imaginativer Fähigkeiten von wirtschaftlichen Akteur:innen. Die gegenwärtige Wirtschaft basiert unter anderem auf komplexen Zukunftsvorstellungen: Bilder, Erzählungen, Fiktionen und sonstige imaginative Prozesse darüber, wie unser Leben in Zukunft aussehen kann und soll. So impliziert etwa jeder Kredit eine fiktive Annahme, was beispielsweise in zwei oder zwanzig Monaten oder Jahren der Fall sein wird. Auch die tägliche Arbeit wird mit bestimmten Erwartungen an die Zukunft verknüpft, beispielsweise im Hinblick auf Altersvorsorge, Aufstiegschancen, Konsumträume oder der Schaffung einer besseren Welt.

Dazu erläutert die Studiengangsleiterin Professorin Silja Graupe: „Diese Erwartungshorizonte sind jedoch nicht zwangsläufig determiniert; sie zu schaffen ist ein kreativer und zugleich hochgradig verantwortungsvoller Akt: Durch die Kraft der Imagination wird Zukunft in der Gegenwart aktiv gestaltbar. Ich denke, dass unsere ersten Studierenden dieses Studiengangs gleich zu Beginn ihres Studiums einen Vorgeschmack von diesem immensen Freiraum erhalten haben. Mehr noch ist ihnen bewusst geworden, wie wenig ihre bisherige Bildung sie dazu befähigt hat, diesen Raum zu ermessen und aktiv zu gestalten. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie bereits in der ersten Vorlesungswoche beschlossen haben, gemeinsam auf vielfältige und durchaus auch experimentelle Art und Weise die kreative Ausgestaltung ihrer Vorstellungskräfte zu üben. Ihr Wissens- und Erkenntnisdurst in Bezug darauf, wie eine auf Zukunft ausgerichtete Wirtschaft tatsächlich funktioniert, ist jedenfalls enorm.

Die Absolvent:innen des neuen Studiengangs werden befähigt, die der Wirtschaft zugrundeliegenden imaginativen Strukturen zu analysieren und innovative Zukunftsentwürfe zu entwickeln, die helfen, die drängenden Fragen unserer Zeit zu beantworten.


Um einen Einblick zu bekommen, wie Ökonomie mit Imagination und der Gestaltbarkeit von Zukunft zusammenhängt, sei an dieser Stelle auf zwei Veranstaltungen hingewiesen. Am 26.11.2021 findet ein Online-Workshoptag zum Thema „Das Imaginative der Politischen Ökonomie“ mit Annette Hilt, Walter Ötsch und anderen profilierten Expert:innen statt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Am 29.11.2021, 13:00 – 14:00 Uhr, hält Prof. Dr. Silja Graupe im Rahmen der Ringvorlesung ‘Design Ökonomien’ an der Zürcher Hochschule der Künste einen Vortrag zum Thema „Ökonomie, Imagination & Zukunftsgestaltung“.