Summerschool der Cusanus Hochschule: „Naturphilosophie nach dem Ende der Natur ?“

Bei wahrhaft sommerlichen Temperaturen endete am Samstag, 5. Mai, die erste Summerschool der Cusanus Hochschule, organisiert vom Institut für Philosophie. Unter dem Titel „Naturphilosophie nach dem Ende der Natur?“ versammelten sich Studierende, Professor*innen der Naturphilosophie, AktivistInnen, JournalistInnen und weitere engagierte Menschen, um das Mensch-Natur-Verhältnis im Lichte aktueller gesellschaftlicher Fragen philosophisch zu vertiefen. 

Prof. Harald Schwaetzer. Bild: Robert Kasperan

Die morgendlichen praktischen Übungen in und zu Natur ermöglichten den Teilnehmenden unmittelbare Erfahrungen in den Wäldern und Weinbergen. Diese konnten anschließend in die Vorträge, Diskussionsrunden, Denk- und Lektüre-Kreise zu historischen und aktuellen Fragen der Naturphilosophie einfließen. In Werkstattgesprächen und einer Fishbowl-Diskussion wurden dann drängende gesellschaftliche Fragen der Gegenwart wie diese diskutiert: Welchen Beitrag kann eine erneuerte Naturphilosophie angesichts der drohenden Klima-Katastrophe leisten? Wenn das dominante Naturverständnis uns in diese Situation geführt hat – kann ein anderes Denken über Natur uns aus ihr herausführen? Wie müsste dieses Denken heute aussehen?

Chor „Vulingoma“. Bild: Robert Kasperan

Doch die Summerschool machte Natur auch mit anderen Sinnen erfahrbar: Bei einem Sensorik-Seminar schulten die Teilnehmenden ihren Geruchs- und Geschmackssinn und lernten die Kunst der Wein-Verkostung; das Konzert  des Jugendchores „Vulingoma“ aus Kapstadt, Südafrika, bewegte das Publikum der gut gefüllten Güterhalle zu „standing ovations“ und der besinnliche Beitrag mit Bratsche und Blockflöte gab zum Abschluss der fünf Tage noch einmal Gelegenheit zur Einkehr in den Räumen des Namensgebers dieser Hochschule: der Kapelle des Cusanusstifts.