Tagung zu gravierenden Bildungsreformen: Expertise der Cusanus Hochschule bereichernd

Mit 450 Teilnehmer_innen aus Schule, Wissenschaft und Zivilbevölkerung erfuhr die Tagung „Time for Change. Schule zwischen demokratischem Bildungsauftrag und manipulativer Steuerung“ eine unerwartet hohe Resonanz. Die Cusanus Hochschule beteiligte sich als Kooperationspartnerin gemeinsam mit der Universität zu Köln, der Universität Bonn, der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. an der von der Bergischen Universität Wuppertal und namentlich Prof. Dr. Jochen Krautz veranstalteten Tagung.

Schulen sind seit den PISA-Studien tiefgreifenden Reformen ausgesetzt. Ähnlich wie in der Hochschullandschaft sollen Maßnahmen wie Standardisierung (Vergleichsarbeiten, Zentralabitur), Kompetenzorientierung (Fokussierung auf Output) und Qualitätsmanagement vor allem eines bewirken: eine höhere Positionierung in (internationalen) Rankings. In welchem Maße Bildung unter diesen Reformen tatsächlich leidet, wurde anhand zahlreicher Fallbeispiele und wissenschaftlicher Analysen anschaulich dargestellt.

Prof. Dr. Silja Graupe zeigte präzise auf, welches Menschenbild den durchgesetzten Reformen obliegt, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Konzept des sog. Change Management. Ihr Anliegen „In Sprache bringen, was uns sprachlos macht“ wurde vom Publikum in gleichem Maße interessiert wie besorgt aufgenommen.

Eine Publikation zur Tagung ist in Planung, einen Pressebericht der Universität Wuppertal finden Sie hier.