Unterrichtsmaterial unter der Lupe – Kooperationsveranstaltung mit der Universität Trier

Werden Schüler_innen über Lehrbücher trotz Überwältigungsverbots (Beutelsbacher Konsens) indoktriniert? (Wie) Kann über Unterrichtsmaterial Einfluss auf Denk- und Handlungsgewohnheiten genommen werden?  Gerade für den Unterricht in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern gibt es eine Vielzahl von Lehrwerken, Unterrichtsmaterialien und Projekten. Träger bzw. Herausgeber sind häufig außerschulische Institutionen und Verbände. Für Lehrkräfte bedeutet das, sie müssen auswählen, einordnen und Intentionen von Verfassern und Herausgebern identifizieren.

Die Studierenden des Unterrichtsfachs Sozialkunde hatten im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit der Cusanus Hochschule Bernkastel-Kues die Gelegenheit, mit den Referenten Valentin Sagvosdkin  und Marcel Beyer über deren Modell zur Analyse von Materialien zu diskutieren. Im Workshop wurde in die Problematik von Beeinflussung in der Ökonomischen Bildung eingeführt. Anschließend stellten Beyer und Sagvosdkin, selbst Studierende des Masterstudiengangs Ökonomie, konkret Instrumente der Beeinflussung & Manipulation vor, diskutierten diese und zeigten Anwendungsbeispiele. Anschließend unterzogen die Studierenden der Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik von Sabine Gans Unterrichtsmaterial einer Prüfung.
Dabei ging es nicht um pauschale Ablehnung oder Warnung, doch müssen Lehrkräfte sprachliche, inhaltliche und fachliche Mittel kennen, mit deren Hilfe Lernen und Einstellung von Schülerinnen und Schülern beeinflusst werden können.

Für den September ist eine weitere Kooperationsveranstaltung für Lehrkräfte geplant. (Bericht: Sabine Gans, Universität Trier)