Wirtschaftswissenschaften können stärker zur nachhaltigen Entwicklung beitragen

Auf der Suche nach einem neuen Selbstverständnis ökonomischer Wissenschaft trafen sich am 6. November in Berlin auf der Tagung „Wirtschaftswissenschaften und sozial-ökologische Transformation“ Ökonom_innen verschiedener Strömungen. Vertreten waren Sozial- und Nachhaltigkeitswissenschaftler_innen sowie Expert_innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Die rund 200 Teilnehmenden debattierten, wie die Wirtschaftswissenschaften deutlich stärker und bewusster zu einem nachhaltigen Wandel der Gesellschaft beitragen können. Historisch betrachtet ist der Diskurs um eine transformative Forschung kein vollkommen neuer. Die Wirtschaftswissenschaften haben immer stark transformativ auf das gesellschaftliche Denken und Handeln gewirkt. Bisher reflektieren jedoch nur wenige Ökonom_innen ihre tatsächliche Wirkung. Neu ist auch die Forderung, stärker Bezug auf die international verbindlichen Klimaziele zu nehmen und ihre Einhaltung als normative Rahmung der eigenen Forschung anzuerkennen. Ferner ging es um Themen wie die Mobilitätswende, eine soziale und umweltgerechte Gestaltung der Digitalisierung oder alternative Modelle des Wirtschaftens. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung hatte gemeinsam mit der Cusanus Hochschule, dem Netzwerk Plurale Ökonomik und dem Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie und neun weiteren Partnern zu der Tagung in Berlin eingeladen.

Florian Rommel vom Institut für Ökonomie organisierte im Rahmen dieser Tagung zusammen mit Lisa Weinhold vom Netzwerk für Plurale Ökonomik einen Workshop zu Neuen Ansätzen ökonomischer Bildung. Die Berichte aus der studentischen Netzwerkgruppe von der Universität Halle durch Aurora Li, seitens der Universität Siegen durch Elsa Egerer, der Cusanus Hochschule durch Prof. Stephan Panther und von der Humboldt Universität Berlin durch Prof. Nikolaus Wolf gaben zusammen ein gutes Spektrum verschiedener Schritte der Reform ökonomischer Bildung wieder.
Auch im Workshop zu notwendigen Gestaltungen des Wissenschaftssystems war die Hochschule durch Prof. Stephan Panther vertreten.

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