Projekte

Monographien, Sammelbände, Editionen 2017

  • Barth, Heinrich: Die Seele in der Philosophie Platons. Neu herausgegeben von Harald Schwaetzer und Kirstin Zeyer. Mit Beiträgen von Christian Graf, Kirstin Zeyer, Harald Schwaetzer, Johanna Hueck und Claus-Artur Scheier. Regensburg 2017
  • Zufall. Hrsg. von U. Herkenrath und H. Schwaetzer. Regensburg 2017
  • Koexistenz – ein Brennpunkt der Existenzproblematik. Hrsg. v. Christian Graf, Johanna Hueck und Harald Schwaetzer. Regensburg 2017.

Forschungsprojekte

„Rheinische Mystik und Devotio Moderna“
gemeinsam mit Marie-Anne Vannier und der Université de Lorraine

Neuerscheinung:
Maria-Anne Vannier (Hrsg.): Mystique rhénane et Devotio Moderna. Paris 2017. Mit Beiträgen von Wolfgang Christian Schneider, Harald Schwaetzer, Kirstin Zeyer.

Weitere beteiligte WissenschaftlerInnen:

  • Lagarrigue, Jean-Claude (Strasbourg)
  • Devriend, Jean (Strasbourg)
  • Ambrosio, Alberto – Luxemburger school of religion and society
  • Salin, Dominique (Paris)
  • Sohet, Jean-Louis – CERIT, Unistra
  • Borsche, Tilman – Kueser Akademie, Cusanus Hochschule
  • Schneider, Wolfgang Christian – Kueser Akademie, Cusanus Hochschule
  • Filippi, Elena – Kueser Akademie, Cusanus Hochschule
  • Vollet, Matthias– Kueser Akademie, Cusanus Hochschule
  • Bocken, Inigo – Titus Brandsma Instituut, Universität Nijmegen, Cusanus Hochschule
  • Zeyer, Kirstin – Titus Brandsma Instituut, Universität Nijmegen
  • Kikuchi, Satoshi – Institute for the study spirituality, Universität Leuven
  • Verdeyen, Paul – Centre Ruusbroec, Université d’Anvers
  • De Hemptinne, Thérèse – Henri Pirenne Institue, Université de Gand
  • Bergman, Luc – CESR, Université de Tours
  • Rabier, Delphine – CESR, Université de Tours
  • Mieth, Dietmar – Max Weber Kolleg, Universität Erfurt
  • Löser, Freimut – Germanistik Seminar, Universität Augsburg
  • Bancel, Silvia – Theologisches Seminar, Universität Madrid

Die Rheinische Mystik und die Devotio Moderna erfahren derzeit ein reges Forschungsinteresse. Dabei hat ihr wechselseitiges Verhältnis bisher jedoch weniger Beachtung erfahren. Im Rahmen dieses grenzüberschreitenden und internationalen Projektes, das auf eine zwölfjährige gemeinsame Forschungstätigkeit zwischen Deutschland und Frankreich aufbauen kann, soll die Nachwirkung und Rezeption der Rheinischen Mystik innerhalb der Devotio Moderna und darüber hinaus ihre grundsätzliche kulturprägende Funktion für die westliche Geistesgeschichte untersucht werden.
Mit der geplanten Publikation zweier Kolloquien wird erstmalig eine systematische und vergleichende Gesamtsicht auf die Rheinische Mystik und die Devotio Moderna geboten, die einen klaren Blick auf eine der Hauptströmungen moderner Mystik von ihren Ursprüngen und in all ihren Facetten erlauben wird.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.msh-lorraine.fr/index.php?id=839
Das Projekt baut auf folgende, bereits durchgeführte Projekte auf:
https://mshl.hypotheses.org/742
http://www.msh-lorraine.fr/index.php?id=839
http://mshl.hypotheses.org/247

Lehrprojekte

Neue Formen philosophischer Bildung: Ethik und Erkenntnis
Das Projekt reflektiert, wie die Module „Erkenntnistheorie“, „Ethik“, „Phänomenologie“, „Hermeneutik“ und „Kunst als Selbst- und Weltgestaltung“ als ein gemeinsames Ganzes im Entwicklungsgang der beiden ersten Semester des Bachelor-Studiengangs Philosophie aufeinander bezogen werden können. Im vorliegenden Projekt geht es darum, die genannten Module der beiden ersten Semester im Ganzen des Studiengangs so anzulegen, dass ihr Zusammenhang von der Seite des Erkennens und Verstehens her durchsichtig und pädagogisch sinnvoll wird. Das Ziel des Projektes besteht darin, konkret Unterrichtsmaterialien für die genannten Module vorzubereiten, mit ihnen zu arbeiten und sie zu reflektieren. Daraus wird ein erster Reader entstehen, der in den kommenden Jahrgängen weiter erprobt werden kann. Das weitere Ziel ist es, auf die Dauer entsprechendes Lehrmaterial zu veröffentlichen. Dazu finden regelmäßige Workshops und Treffen sowie Evaluationen von Unterrichtseinheiten statt.

Vergangene Projekte

03. bis 05. November 2017. Bilder beweglich denken. Cusanus-Symposion zu Ehren von Kazuhiko Yamaki.

Veranstaltet an der Cusanus Hochschule für das Internationale Klaus-Reinhardt-Institut von Harald Schwaetzer (Bernkastel-Kues), Inigo Bocken (Bernkastel-Kues / Nijmegen), Gianluca Cuozzo (Turin) und Claudia D’Amico (Buenos Aires) in Bernkastel-Kues.

22.bis 24. September 2017. Heinrich Barth-Workshop „Unbewusste Existenz und existenzielle Erkenntnis. Die systematische Stellung des Unbewussten in der Existenzphilosophie Heinrich Barths.“

Das Feld der unbewussten Existenz begleitet die Existenzphilosophie Heinrich Barth´s „auf ihrem ganzen Wege“. Ohne den gesamten Themenkomplex des Unbewussten lässt sich die bewusste Existenz in ihren Entscheidungen nicht verstehen. Auch systematische Fragen der Existenzphilosophie, beispielsweise diejenige nach dem Verhältnis von theoretischer und existenzieller Erkenntnis sind ohne eine genauere Untersuchung des Unbewussten im Barth´schen Verständnis schwerlich zu klären. Dabei wird schnell deutlich, dass die „unbewusste Existenz“ bei dem Basler Philosophen alles andere als ein psychologisches Problem darstellt. Das Unbewusste wird hier weder materialistisch noch anthropologisch gedeutet, sondern vielmehr in die Nähe eines Böhme´schen Urgrundes gerückt, ohne dabei aus dem Bereich der Verantwortung heraus zu fallen.

Der Forschungsworkshop im November 2017 in Bernkastel-Kues wird das beinahe unbearbeitete Themengebiet des Unbewussten und dessen systematische Stellung in der Existenzphilosophie Heinrich Barths in den Fokus setzen. Mit Kurzbeiträgen und Impulsreferaten, gemeinsamer Textarbeit und Diskussion soll mit der Bearbeitung dieses Themas ein weiterer wichtiger Schritt innerhalb der Barth-Forschung getan werden.

Organisiert von Harald Schwaetzer, Christian Graf und Johanna Hueck. Cusanus Hochschule in Verbindung mit der Heinrich Barth-Gesellschaft, Basel.

07. und 08. September 2017. Über den Zusammenhang der Natur mit der Geisterwelt. Konzeptionen und Rezeptionen um 1810: Schelling, Baader, Troxler, Lavater

Schelling beschäftigt sich um das Jahr 1810 herum intensiv mit der Frage nach dem Zusammenhang der Natur mit der Geisterwelt – eine Beschäftigung, die ihren Niederschlag vor allem in der „Clara“ und in den „Stuttgarter Privatvorlesungen“ findet. Dass für dieses Ringen Böhme und seine Vermittler Oetinger und Baader (vor allem mit seinen „Beiträgen“) von Bedeutung sind, steht als Tatsache inzwischen fest. Gleiches gilt für Lavater. Ferner veröffentlicht 1812 Troxler seine „Blicke in das Wesen des Menschen“, die ebenfalls dieser Frage nachgehen. Allerdings sind die genauen Wege der Rezeption, die präzisen Beschreibungen von Übernahmen, Umformungen etc. und die Verhältnisbestimmungen der Denker untereinander noch immer eine ungelöste Aufgabe der Forschung. Das vorliegende Kolloquium möchte einen ersten Beitrag zur Aufhellung der systematischen und rezeptionsgeschichtlichen Konstellation anhand einer zentralen Frage widmen: Wie hängen bezogen auf das menschliche Erkennen Natur und Geisterwelt zusammen?

Organisiert wird das Kolloquium von Harald Schwaetzer (Cusanus Hochschule, Bernkastel-Kues) in Verbindung mit Andres Quero-Sanchez (Max Weber-Kolleg, Erfurt) und Vicky Müller-Lüneschloß (Schelling-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) in Kooperation mit der Internationalen Schelling-Gesellschaft.

28. bis 30. Juli 2017. Deutsch-Italienischer Cusanus Kongress: „Natur und Geist in der Philosophie des Nikolaus von Kues“

Nikolaus von Kues gilt als einer der Vordenker moderner Naturwissenschaft, als ein Vertreter einer neuzeitlichen Geistmetaphysik und schließlich ein Philosoph, welcher den Menschen als kreatives Wesen versteht.

In den letzten Jahren wird die gegenwärtige Epoche als Anthropozän bezeichnet. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass das Wirken des Menschen die Existenz der Erde bedroht und zerstört. Nikolaus von Kues steht am Anfang derjenigen Zeit, welche die Ausbildung einer Technik, die den Menschen in diese Lage versetzt hat, begründet. Bei aller Betonung der positiven Hochschätzung der menschlichen Möglichkeiten – auch der technischen – bietet das Zusammenspiel von Geistlehre, Naturverständnis und Anthropologie bei Cusanus doch bereits wesentliche Hinweise auf ein verantwortetes Umgehen des Menschen mit seinen Möglichkeiten. Aus Sicht der cusanischen Philosophie bedürfen die Probleme, die das 21. Jahrhundert zu lösen haben wird, nicht nur einer technischen Herangehensweise, sondern sie erfordern einen Sinneswandel des Einzelnen, der Gemeinschaften und Gesellschaften.

Aus diesem Grunde wird sich der Kongress mit Natur und Geist in der Philosophie des Nikolaus von Kues, aber auch innerhalb der von ihm rezipierten wie beeinflussten Strömungen beschäftigen.

Organisiert von Gianluca Cuozzo (Turin) und Harald Schwaetzer (Bernkastel-Kues). In Verbindung mit dem internationalen Klaus-Reinhardt-Institut, der italienischen Cusanus-Gesellschaft und dem Institut für Philosophie der Cusanus Hochschule, Bernkastel-Kues Internationaler Beirat: Kazuhiko Yamaki (Tokyo), Claudia D’Amico (Buenos Aires), Joao M. André (Coimbra).

09. und 10. Juni 2017. Troxler-Tagung: Idee und Wesen der Universität

Ausgangspunkt der Tagung ist die von Troxler zur Eröffnungsfeier der Universität zu Bern gehaltene Rede mit dem Titel „Über Idee und Wesen der Universität in der Republik“. Dazu kommen seine Überlegungen „Die Gesammthochschule der Schweiz und die Universität Basel“ von 1830. Im Anschluss an diese Rede wird die Universitäts-Idee von Troxlers Denken her beleuchtet und in den weiteren Kontext um 1800 eingebettet. Dabei geht es der Tagung auch ausdrücklich darum, Ideen für eine Gestaltung von Hochschulen in der Gegenwart zu gewinnen.

Organsiert von Harald Schwaetzer (Bernkastel-Kues) gemeinsam mit Lore Hühn (Freiburg) und Brigitte Hilmer (Basel).
Weitere Informationen finden Sie hier.

05. und 06. Juli 2017. Natur, Geist und Schicksal

Gemeinsames Symposion der Universität Kobe und der Cusanus Hochschule, in Kooperation mit der Waseda University,organisiert von Hiroko Masumoto und Harald Schwaetzer in Verbindung mit Kazuhiko Yamaki.
Weitere Informationen finden Sie hier.

3. März 2017, Workshop im Rahmen des DFG-Projekts „Typologie des Subjekts in der russischen Gegenwartsdichtung“

Veranstaltungsort: Cusanus Hochschule, Ratsaal, Mandatstraße 1, 54470 Bernkastel-Kues
Universiät Trier in Zusammenarbeit mit dem Institut für Philosophie der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues zum Thema: Das Subjekt nach der Postmoderne – Neue Theorien und Methoden aus Philosophie und Lyrikologie in interkultureller Sicht.
Mit Vorträgen von: Inigo Bocken (Philosophie; Bernkastel-Kues/Nejmegen), Tilman Borsche (Philosophie; Bernkastel-Kues), Rainer Grübel (Slavistik; Oldenburg), Juliana Kaminskaja (Germanistik; Sankt-Petersburg), Huiru Liu (Sinologie; Trier), Ralph Müller (Germanistik; Fribourg), Friederike Reents (Germanistik; Heidelberg), Wolfgang Schneider (Philosophie; Bernkastel-Kues), Harald Schwaetzer (Philosophie; Bernkastel-Kues), Christian Soffel (Sinologie; Trier); Henrieke Stahl (Slavistik; Trier), Chen Yi (Sinologie; Frankfurt a.M.), Willem Weststejn (Slavistik; Amsterdam), Rüdiger Zymner (Germanistik; Wuppertal)