Unser Forschungsverständnis

Die Forschung an der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung ist themenorientiert. Unser Thema ist das Wissen und Können zur Gestaltung einer nachhaltigen Welt. Darunter verstehen wir eine lebendige und vielfältige Natur, eine solidarische und demokratische Gesellschaft sowie eine gerechte und lebensdienliche Wirtschaft. Zu der Realisierung dieser Vision leisten wir mit unserer Forschung unabhängige Beiträge. Die Freiheit unserer Forschung dient der Aufklärung, der Befähigung und dem Wohl der Gesellschaft. Unsere Forschung ist inter- und transdisziplinär. Sie konzentriert sich auf drei Schwerpunktbereiche:

  • Der Forschungsschwerpunkt Wirkung und Bildung thematisiert das Wechselspiel aus Wissenschaft und Praxis der Wirtschaft im Kontext von Herkunft und Erneuerungen ökonomischen Wissens und Gestaltens. Er versammelt Wissenschafts- und Bildungsphilosophien, Wissenssoziologien, Anthropologien und Kulturreflexionen sowie deren ethische Implikationen für eine neue, transformative ökonomische Bildung.
  • Der Forschungsschwerpunkt Transformation und Nachhaltigkeit widmet sich den Möglichkeiten und Hemmnissen lokaler, nationaler und globaler Nachhaltigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Er versammelt historische, philosophische, ökonomische und soziologische Forschungen zu Organisationen und Institutionen, Wirtschaftspolitik und Politischer Ökonomie.
  • Der Forschungsschwerpunkt Imagination und Bildlichkeit analysiert die Wirkmacht von Narrativen über und Bildern von Wirtschaft und Gesellschaft sowie deren mögliche Neugestaltungen. Er versammelt sozialwissenschaftliche, philosophische und ästhetische Zugänge zu den Bedingungen und Fähigkeiten des Imaginierens sowie zur Entwicklung innovativer Vorstellungskräfte.


Mit unseren empirischen und konzeptionellen Ansätzen wirken wir tief in die wissenschaftlichen Diskurse hinein. Auf Grundlage von fachdisziplinären Qualitätsstandards und überfachlichen Regeln guter wissenschaftlicher Praxis orientieren wir uns gemäß unserem Selbstverständnis an wissenschaftsbasierten Wirkungsbeiträgen zu zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen in Politik, Bildung und Wirtschaft. Eine dialogische Third Mission sowie Sach- und Transferpublikationen sind für uns daher in Verbindung mit begutachteten Fachpublikationen integrale Bestandteile exzellenter Forschung.
In Formaten des forschenden Lernens verknüpfen wir Forschung und Studium. Im Zusammenspiel aus Grundlagenforschung und Gestaltungsorientierung tragen wir sowohl zur Förderung des kritischen Denkens und nachhaltigen Handelns als auch zur Entwicklung von verantwortungsstarken Persönlichkeiten bei.

Bei der Organisation unserer Forschung orientieren wir uns im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung an fünf Leitideen:

  • Reflexivität und Transparenz: Wir legen die Bedingungen und Grenzen unserer Forschung offen und entwickeln diese vor dem Hintergrund kultureller Wirkungen und ethischer Folgen weiter.
  • Vielfalt und Verschiedenheit: Wir forschen mit pluralen Methoden, Theorien sowie Weltzugängen und stärken die Diversität von Bildungsbiografien und Forschenden.
  • Kooperation und Kollegialität: Wir legen Wert auf eine Wissenschaftskultur der Sachlichkeit, des gegenseitigen Respekts und der Toleranz in einer widerspruchsvollen und vieldeutigen Welt.
  • Teilhabe und Zugänglichkeit: Wir binden Kolleg:innen, Studierende und außerwissenschaftliche Akteur:innen in unsere Forschung ein, befähigen einander und eröffnen Räume zur Partizipation.
  • Weiterentwicklung und Qualifizierung: Wir bauen die institutionellen Voraussetzungen guter Forschung aus und fördern unseren wissenschaftlichen Nachwuchs bedarfsorientiert.

Wir haben uns als Hochschule auf Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verpflichtet. Die entsprechende Satzung finden Sie hier.