Akademische Autonomie

Die Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung ist eine der wenigen freien Hochschulen in nicht-staatlicher Hand. Wir gehören uns selbst und nehmen für die Gestaltung unseres Wirtschafts- und Rechtslebens eine gemeinnützige GmbH in unsere Dienste. Damit verfügen wir über die höchstmögliche Freiheit zur Selbstgestaltung von Forschung und Lehre.

Ermöglicht wird dieses durch unsere Rechtsform als gemeinnützige Treuhandstiftung in Trägerschaft der Cusanus Treuhand gGmbH. Als gemeinnützige Treuhandstiftung gestaltet die Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung ihre gesamten inneren Prozesse in Lehre, Forschung und Verwaltung selbst. Hierfür verfügt sie über die üblichen Organe einer Hochschule: an erster Stelle den Senat, in dem alle Interessengruppen vertreten sind. Als höchstes Gremium entscheidet dieser bei uns über alle grundlegenden Belange demokratisch, so etwa über die Wahl des Präsidiums. Nach außen, d.h. im Wirtschafts- und Rechtsverkehr, lassen wir uns durch einen echten Treuhänder vertreten: die Cusanus Treuhand gGmbH. Diese gemeinnützige Kapitalgesellschaft dient allein dem Hochschulleben. Sie verwaltet die Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung im eigenen Namen, aber nicht im eigenen Interesse. Denn wir geben ihr unsere Rechte lediglich „zu treuen Händen“, d.h. unter der Bedingung, von diesen Rechten nicht zu eigenem Vorteil Gebrauch zu machen.

An unserer Hochschule liegen die Macht und die Verantwortung zur Gestaltung also nicht – wie ansonsten üblich – beim Träger, sondern in den Händen ihrer Mitglieder. Immer wieder bemängeln Politik und Gesellschaft ein „Durchregieren“ von Großsponsoren privater Hochschulen, welche via Trägerstruktur Forschung, Lehre und Selbstorganisation der Hochschule zu beeinflussen suchen. Unsere Rechtsstruktur schließt dies konsequent aus.