Geschichte

Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die wichtigsten Wegmarken der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung:

2020: Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung

Im Februar 2020 nennt sich die Hochschule in „Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung“ um. Damit verleihen wir unserer Vision Ausdruck, dass die Hochschule des 21. Jahrhunderts Menschen zur Bewältigung der zentralen Herausforderungen der Gegenwart und damit zur verantwortungsvollen Gesellschaftsgestaltung befähigen sollte. Zugleich haben wir unser gesamtes Lehrangebot überarbeitet. Alle unsere Studiengänge weisen nun transdisziplinäre, das heißt im Wesentlichen themen-, lebenswelt- und handlungsorientierte Profile aus. Sie setzen konsequent an zeitgenössischen Problemen einer krisenhaften, komplexen und oftmals unvorhersehbaren Welt an. Diese ergründen und lösen unsere Studierenden interdisziplinär sowie im Dialog mit der Praxis.

Die plural verfasste Ökonomie und wichtige philosophische Ansätze etwa der Erkenntnis- und Wissenschaftsphilosophie, der Ethik und der Phänomenologie bilden dafür das wesentliche fachliche Fundament, das studiengangsspezifisch durch relevante Perspektiven aus anderen Disziplinen (etwa der Soziologie und Politologie) verbreitert wird.

2019: Neuausrichtung der Cusanus Hochschule

Nachdem im Verlauf eines mehrwöchigen Konfliktes grundlegende Differenzen über die Ausrichtung der  Hochschule und der dafür nötigen Sorgearbeit zutage treten, verlassen die Mehrzahl der Mitarbeiter_innen des Instituts für Philosophie die Hochschule. Dies stellt eine einschneidende und sehr bedauerliche Zäsur in der Geschichte der Hochschule dar. Der dadurch nötig gewordene Prozess einer Neuausrichtung der Hochschule wird federführend vom neuen Präsidenten Reinhard Loske verantwortet, den die Hochschule zum Sommersemester 2019 willkommen heißen darf. Nachdem sich die Hochschule über 5 Jahre einen guten Ruf in der deutschen Bildungslandschaft erarbeitet hatte, ging es nun einerseits darum, diesen guten Ruf zu festigen, aber auch zunehmend darum, neben der Idee der freien Bildung neue inhaltliche Akzente zu setzen, insbesondere durch Arbeiten zur Gesellschaftsgestaltung, zur Frage des Gemeinsinns in der Ökonomie sowie zur Nachhaltigkeit in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Im gleichen Sommersemester 2019 bezieht die Hochschule das Gebäude des ehemaligen Hotels ‚3 Könige‘ am Moselufer von Bernkastel-Kues. Das neue Hauptgebäude steht sinnbildlich für die erneute und potenzialträchtige Cusanus Hochschule.

2017-18: Aufnahme der 100. Studentin und erste Alumni

Zum Wintersemester 2017/18 wird die hundertste Studentin immatrikuliert. Das besondere Studienangebot der Hochschule zieht junge Menschen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland an und wird in der überregionalen Presse diskutiert.Anfang 2018 findet der erste Jahresempfang der Hochschule statt, in dessen Rahmen fortan jährlich die Absolvent_innen der Studiengänge geehrt werden. 2018 werden bereits 10 Absolvent_innen aus den Masterstudiengängen Ökonomie und Philosophie verabschiedet. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Im Spätsommer 2018 wird mit dem Lehrstuhl für Plurale Ökonomie der erste seiner Art in Rheinland-Pfalz eingerichtet.

2016: Ausbau des Lehrbetriebs mit der Eröffnung der Bachelor-Studiengänge

Ein Jahr nach dem Studienbeginn der „Pionier_innen“ verdoppelt sich in etwa die Zahl der Studierenden zum Wintersemester 2016/2017; zwei weitere Professoren werden berufen. Studierende können nun neben den Mastern auch die Bachelor Philosophie und Ökonomie an der Hochschule studieren. Sie finden einen Studienort vor, an dem intensive Forschung in Philosophie und Ökonomie betrieben wird, Fragen der Zeit in Forschungsprojekten bearbeitet und der gesellschaftliche Dialog in und über Bernkastel-Kues hinaus gesucht wird.Darüber hinaus konnte auch über kooperative Promotionen die Förderung des akademischen Nachwuchses etabliert werden. Die Professor_innen der Hochschule werden mittlerweile nicht nur an anderen deutschen Universitäten, sondern auch international als Gutachter_innen und Betreuer_innen angefragt.

2015: Staatliche Anerkennung eines Bildungsortes von „hoher gesellschaftlicher Relevanz“

Im Jahr 2015 akkreditierte die Akkreditierungsagentur AHPGS alle vier Studiengänge der Hochschule, die Master und Bachelor in den Bereichen Ökonomie und Philosophie, und bescheinigte ihnen dabei eine „hohe gesellschaftliche Relevanz“. Am 22. Mai 2015 wurde die Hochschule vom zuständigen Ministerium des Landes Rheinland-Pfalz als Hochschule in freier Trägerschaft anerkannt. Zum Wintersemester 2015/2016 begannen über 30 Studierende als erster Jahrgang betreut von fünf berufenen Profesor_nnen offiziell das Studium in den Masterstudiengängen Philosophie und Ökonomie.Zugleich verstärkte die Hochschule ihre Forschungsarbeit in Bereichen wie der Ökonomischen Bildung, der heterodoxen, interdisziplinären und pluralen Ökonomie, der Philosophie der Renaissance und des Spätmittelalters oder der Existenzphilosophie. Ihre Mitglieder verantworten die Herausgabe bekannter Reihen und Zeitschriften und setzen wesentliche Impulse im gesellschaftlichen Dialog.

2014-15: Erste Schritte getragen von breiter Unterstützung

Auf die institutionelle Grundsteinlegung folgte der Aufbau des institutionellen und organisatorischen Rahmens für dieses Anliegen. Hierbei konnte die Bildungsinitiative auf tragfähige Unterstützung zurückgreifen. So verfügte die Hochschule von Beginn an über eine universitär ausgerichtete Forschung in den Bereichen Ökonomie und Philosophie, die national wie international gut vernetzt ist.Durch die Unterstützung von regionalen wie überregionalen Unternehmen und Privatpersonen konnte die Hochschule ihren Anspruch verwirklichen, eine durch Schenkungen bürgerfinanzierte Bildungseinrichtung zu sein. Mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten und anderen Formen der Unterstützung förderten Politiker_innen der Stadt, der Region und des Landes Rheinland-Pfalz die Ansiedlung der Hochschule an der Mittelmosel. Auch gründete sich die Cusanus Studierendengemeinschaft e.V., ein Verein junger Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Studierendenleben in Bernkastel-Kues aufzubauen und das Hochschulleben aktiv mitzugestalten.

2014: Die Gründung der Cusanus Hochschule als Akt akademischer Selbstbestimmung

Unsere Hochschule ist eine der wenigen akademischen Selbstgründungen in der deutschen Hochschullandschaft: Akademiker_innen haben selbst die Verantwortung übernommen, die institutionellen und finanziellen Voraussetzungen für eine freie Lehre und Forschung zu schaffen. Unterstützt werden sie dabei von Bürger_innen, Politiker_innen und Unternehmer_innen, denen diese Freiheit als Grundlage gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Erneuerung wesentlich ist und sie zugleich in vielerlei Hinsicht andernorts gefährdet sehen.Wesentliches gemeinsames Ziel war von Beginn an die grundlegende Erneuerung der ökonomischen sowie philosophischen Forschung und Lehre – um sie als kritische Stimmen in der Gesellschaft erheben zu können.

Institutionell ist die Hochschule aus einem internationalen Netzwerk von akademischen Forscher_innen hervorgegangen: der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte e.V., die seit 2009 in Bernkastel-Kues angesiedelt ist. Nach einer mehrjährigen Planungsphase wurde sie am 12. Februar 2014 offiziell ins Leben gerufen.