Inhalte & Formate

Der Bachelor „Ökonomie – Nachhaltigkeit – Transformation“ ist ein Kind unserer Zeit. Er ist unsere Antwort auf die Frage, welche Bildung die junge Generation von heute braucht. Welches Wissen hilft den jungen Bürger*innen die vielen Krisen der Gegenwart zu verstehen? Auf welches theoretische Fundament kann eine Fridays4Future Bewegung bauen? Welches Handwerkszeug brauchen Nachfolger*innen und Gründer*innen von werteorientierten Unternehmen? Welche Haltung und Orientierung vermittelt diesen jungen Verantwortungsträger*innen den Mut, die Standhaftigkeit und die Visionskraft, die sie in diesen bewegten Zeiten handlungsfähig macht? Motiviert von diesen Fragen und auf der Grundlage unserer langjährigen Erfahrung in innovativer, pluraler und kritischer ökonomischer Bildung, haben wir den ersten und bislang einzigen grundständigen Studiengang in Deutschland entwickelt, der sich dezidiert mit der Bedeutung der Ökonomie in sozial-ökologischen Krisen und Transformationsprozessen beschäftigt.

Der Studiengang bietet Ihnen ein sicheres interdisziplinäres, plurales und forschungsbasiertes Fundament und die Unmittelbarkeit eines problem- und erfahrungsorientierten Zugangs zu diesen Themen. An den Anfang des Studiums stellen wir die sozial-ökologischen Transformationsprozesse; angefangen von den Krisen bis zu den Lösungen und die Erfahrungen, Fragen und Ideen unserer Studierenden, Wissenschaftler*innen und Praxispartner*innen darin. Fachwissen und Methodenkompetenz werden entlang der Auseinandersetzung mit diesen Themen vermittelt. Der Bildungsweg ist dabei stets auf die Handlungsfähigkeit der Studierenden ausgelegt. Innovative Lehrformen, wie Praxisprojekte, Lektürekurse, die persönlichkeitsbildende Studia humanitatis sowie eine große Wahlfreiheit fördern die Entwicklung eigener ethisch reflektierter und theoretisch fundierter Standpunkte und Entscheidungen. Gegen Ende des Studiums arbeiten die Studierenden gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen der Hochschule und Praxispartner*innen an Innovationen in ökonomischer Theorie und Praxis, um verantwortete Beiträge zur nachhaltigkeitsorientierten Neugestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten.

Wie läuft mein Studium ab?

Was verbirgt sich hinter den vier Grundbausteinen des Studiengangs?

Basismodule Ökonomie

Diese Veranstaltungen vermitteln grundlegende Kenntnisse über ökonomische Phänomene im Kontext gesellschaftlicher Transformation, über die ökonomische Theorienlandschaft und grundlegende Methoden. Sie eröffnen mit der Praxis- und Projektphase sowie der Abschlussarbeit zudem die Möglichkeit diese Kenntnisse hinsichtlich eigener Forschungsinteressen und Projektideen zu vertiefen und anzuwenden.

Schwerpunktmodule “Neues ökonomisches Denken”

Dieser Schwerpunkt fokussiert die Rolle ökonomischen Denkens im Kontext von gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Er stellt aufgrund seiner problem- und weltorientierten, pluralen, interdisziplinären und kritischen Herangehensweise eine auf Bachelorniveau bisher einzigartige Auseinandersetzung mit ökonomischem Denken dar. Bisher wird nur ein Schwerpunkt für den Bachelorstudiengang angeboten. Weitere Schwerpunkte sind in Planung.

Transformationsstudien

Dieses Ensemble von Veranstaltungen thematisiert die Rolle der Ökonomie im Kontext von gesellschaftlichen Transformationsprozessen mit besonderem Fokus auf die nachhaltige Ausrichtung dieser Transformation und der Frage persönlicher Verantwortungsübernahme in diesen komplexen, widersprüchlichen und dynamischen Prozessen.

Studia humanitatis (Stuhu)

Studia humanitatis bietet Ihnen einen Freiraum sich mit persönlicher und kollektiver Sinnstiftung auseinander zu setzen und auf dieser Grundlage eine Orientierung für Ihre weitere biographische Entwicklung und Ihre Rolle in gesellschaftlichen Kontexten zu gewinnen. Philosophische und künstlerische Zugänge eröffnen dabei die Möglichkeit sich diesen Fragen kreativ und handlungsorientiert zu nähern.

Was kann ich in welchem Semester lernen?

Semester 1

Sie können ökonomische Phänomene im Kontext von aktuellen Krisen und Transformationsprozessen beschreiben, die Rolle der Ökonomie im Zusammenhang mit Gesellschaft und Natur kritisch analysieren und Ihre eigenen Erfahrungen einordnen. Sie erlernen grundlegende Techniken der Studienorganisation und entwickeln eine tragfähige Arbeitskultur mit den Kommiliton*innen Ihres Jahrgangs.

Semester 2

Sie erwerben einen pluralen Überblick über historische und zeitgenössische Ansätze ökonomischen Denkens und können Bezüge zu den Beobachtungen des ersten Semesters herstellen. Sie lernen grundlegende Methoden kennen, diese Bezüge herzustellen und selbst theoriebasiert empirisch zu forschen. In den Transformationsstudien erschließen Sie sich grundlegend die Konzepte der Nachhaltigkeit und der Verantwortung im Kontext von Transformationsprozessen.

Semester 3

Mit dem dritten Semester beginnen Sie sich zu spezialisieren und Ihr Wissen gezielt zu vertiefen. So wählen Sie sich ein Themenfeld gesellschaftlicher Transformation, wie Klimagerechtigkeit, Care-Ökonomie, Digitalisierung oder Sustainable Finance aus und vertiefen anhand dessen Ihr Wissen im Bereich der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung. Zugleich erschließen Sie sich die kritische Reflexion der historischen, philosophischen und soziologischen Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften. Und auch in der Persönlichkeitsbildung legen Sie mit der Reflexion von persönlicher Sinnstiftung die Grundlage für Ihre weitere Entwicklung.

Semester 4

Anhand von ausgewählten ökonomischen Problemfeldern, wie die (Re-) Produktion, Macht, Politik, Geld oder Globalisierung, erschließen Sie sich vertiefend bereits bekannte und weitere ökonomische Theorieansätze. Sie erwerben eine vertiefte Orientierung in der ökonomischen Theorienlandschaft und können unterschiedliche Ansätze hinsichtlich ihrer Aussagekraft beurteilen, vergleichen und einsetzen. Diese Kenntnisse unterstützen Ihre Spezialisierung in den Transformationsstudien. Zuletzt erweitern Sie Ihren selbstreflexiven Blick auf Ihre Mitmenschen und Ihre Verantwortung in diesem Miteinander entlang Fragen des Gemeinsinns.

Semester 5

Im letzten Studienjahr richtet sich der Fokus auf die weitere Entwicklung Ihres spezifischen Profils mit Blick auf die Berufs- und/oder Studienwahl nach dem Studium. Das fünfte Semester ermöglicht Ihnen im Rahmen eines Auslandsstudiums, Praktikums und eigener Projekte andere Studien- und Arbeitskontexte kennen zu lernen, sich beruflich zu orientieren und das erworbene Wissen eigenständig in eigenen Projekten umzusetzen. Innovative Lehrformate, wie der Lektürekurs und die große Wahlfreiheit im Modul „Plurale Vertiefung ökonomischen Denkens“ ermöglichen Ihnen eigene Schwerpunkte zu setzen und dabei Ihr Wissen entweder zu vertiefen oder zu erweitern. Neben den fachspezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten lernen Sie ein eigenes Profil zu entwerfen und diesbezügliche Entscheidungen zu treffen.

Semester 6

Das letzte Semester steht ganz im Zeichen der Kreativität und Gestaltungsfähigkeit. Sie lernen die zentralen Innovationen ökonomischen Denkens ebenso kennen, wie Strategien ihrer Realisierung im Kontext von Transformationsprozessen. Sie erarbeiten gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Praxispartner*innen, wie Ökonomie selbst ein Instrument nachhaltigkeitsorientierter Transformation sein kann. Mit dieser Frage von Verantwortungsübernahme für ökonomische Prozesse im Kontext gesellschaftlicher Transformation schließen Sie den Bogen Ihres Bachelors. Ihre Abschlussarbeit eröffnet Ihnen den Raum diese Frage gemäß Ihrer Bildungsbiographie zu erörtern.

Profilmerkmale des Studiengangs

Der Bachelor „Ökonomie – Nachhaltigkeit – Transformation“ zeichnet sich aus durch:

Welt- und Problemorientierung

Der Studiengang vermittelt transdisziplinär, d.h. problem- und wirklichkeitsorientiert, ein breites und kritisches Verständnis der sozial-ökologischen Herausforderungen der Gegenwart und die Rolle ökonomischer Prozesse darin.

Fokus auf Nachhaltigkeit in Ökonomie und Transformation

Angesichts der existentiellen Herausforderungen der Klimakrise nehmen wir Nachhaltigkeit im umfassenden Sinne als zentrale normative Handlungsorientierung für Transformationsprozesse in den Blick. Dabei konzentrieren wir uns auf den Bereich des Ökonomischen und fragen nach innovativen Formen lebensdienlichen Wirtschaftens.

Interdisziplinarität und Pluralismus

Wir sind überzeugt, dass der Komplexität und Diversität der Welt mit einer Vielfalt an Perspektiven und Herangehensweisen begegnet werden muss. Aus diesem Grund ist unsere Lehre interdisziplinär und plural ausgerichtet. Das heißt, wir vereinen unterschiedliche ökonomische Ansätze, wie ökologische oder feministische Ökonomik und unterschiedliche akademische Disziplinen, wie Philosophie, Geschichte oder Soziologie in der Betrachtung realweltlicher Phänomene. Gleiches gilt für die vermittelten Methoden. Unsere Studierenden lernen dabei diese Vielfalt zu analysieren, zu vergleichen und begründete Entscheidungen für den richtigen Mix zu treffen.

Innovative Lehr- und Lernformen

Unsere Didaktik richtet sich nach zwei Prinzipien aus: Handlungsorientierung und Dialog. Uns ist wichtig, dass Sie Ihre Erfahrungen wissenschaftsbasiert verstehen lernen und im Laufe des Studiums Ihre Handlungsfähigkeit als forschende und gestaltende Persönlichkeiten zur Reife bringen können. Wir gehen daher erfahrungsbasiert vor, beziehen unsere Studierenden als Expert*innen ihrer Lebenswelt mit in den Unterricht ein, ermöglichen individuelle Schwerpunktsetzungen und lassen Sie im Rahmen von Praxis- und Forschungsprojekten selbst ausprobieren. Dabei begleitet Sie ein kontinuierlicher Austausch mit Ihrem Jahrgang, mit Ihrem Studiengangsleiter, mit Wissenschaftler*innen an und jenseits der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung und mit unseren Praxispartner*innen.

Gesellschaftsorientierte Philosophie

Wir integrieren gesellschaftsorientierte Philosophie, wie Sozialphilosophie und Ethik, aber auch Erkenntnistheorie und Phänomenologie in unsere Auseinandersetzung mit Prozessen gesellschaftlicher Transformation. Fragen der Verantwortung, der ethischen Selbstreflexion und der Werteorientierung sind auf diese Weise kein nettes Anhängsel, sondern integraler Bestandteil der vermittelten Gegenwartsanalyse und Handlungsorientierung.

Persönlichkeitsbildung

Persönlichkeitsbildung im Studium ist uns ein wichtiges Anliegen. Das gesamte Studium bietet dafür Anlass und Möglichkeit. Mit den Modulen der Studia humanitatis schaffen wir zusätzlich einen besonderen Reflexions- und Übungsraum, in dem sich unsere Studierenden bilden und entwickeln – im Hinblick etwa auf Fragen des Sinns und Gemeinsinns ebenso wie der Verantwortung und Kreativität.

Modulhandbuch & Prüfungsordnung

Die Inhalte und Lernziele eines jeden Moduls können Sie im Modulhandbuch nachlesen. Die Prüfungsordnung informiert Sie über die formalen Rahmenbedingungen Ihres Studiums, insbesondere die der Prüfungen. Beide Dokumente können Sie hier herunterladen.