Der Studiengang

Willkommen am Institut für Ökonomie!

Seit dem Wintersemester 2016/17 bieten wir den Bachelorstudiengang „Ökonomie“ an. Er startet mit dem Schwerpunkt „Soziale Verantwortung“ und wird Sie in sechs Semestern zum Bachelor of Arts (B.A.) führen. Der Schwerpunkt „Unternehmensgestaltung“ ist für den Studiengang BA Ökonomie akkreditiert und ab dem Wintersemester 2017/18 geplant.

  • Sie möchten wissen, welche Rolle die Wirtschaft und ihre Institutionen in einer globalen Welt spielen – und dazu unterschiedliche ökonomische Perspektiven einnehmen?
  • Sie interessieren sich für die großen gesellschaftlichen Themen wie Gerechtigkeit und das Gute Leben?
  • Dafür wollen Sie auch über den Tellerrand der Wirtschaftswissenschaften blicken?
  • Sie möchten lernen, Verantwortung in der Wirtschaft auf politischer, institutioneller und persönlicher Ebene zu übernehmen?
  • Dabei wollen Sie Theorie und Praxis verbinden?
  • Sie engagieren sich beruflich, ehrenamtlich oder im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres und möchten Ihre Erfahrungen und Fragen in das Studium integrieren?
  • Sie möchten als Persönlichkeit im Studium wachsen, suchen den Austausch in kleinen Gruppen und die lebendige Diskussion mit ProfessorInnen?

Dann sind Sie bei uns richtig!

Studienverlaufsplan

Der Studiengang im Detail

Modulhandbuch

Das Modulhandbuch können Sie hier herunterladen.

Der Aufbau des Studiengangs

Grundlagenstudium (1.-2. Semester)

Im ersten und zweiten Semester bieten wir ökonomische Einführungsmodule an, die ausdrücklich nicht an Fächergrenzen enden. Sie orientieren sich an aktuellen Themen der Wirtschaft und ihrer Einbettung in Recht, Politik, Kultur und Gesellschaft, wobei auch globale und lokale Zusammenhänge berücksichtigt werden. Zudem befähigen Sie unsere Grundlagenmodule, sich wichtige Theorien, Konzepte und Modelle der heutigen Standard-VWL und -BWL ebenso wie alternative Ansätze anzueignen.

Zusätzlich vollziehen wir ihre Entstehung historisch und systematisch nach, erforschen kritisch ihre Möglichkeiten und Grenzen, erkunden auch die Wirkungen ihrer Anwendungen auf die Praxis. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf einem Verständnis von sozialer Interaktion, aber ebenso von Institutionen und Organisationen.

Vertiefung und Schwerpunktsetzung (3.-6. Semester)

Ab dem dritten Semester entwickeln wir ein spezifisches Wissen und Können im Bereich der Gestaltung von Institutionen, insbesondere im Hinblick auf Fragen der Kommunikation und Kultur. In den Schwerpunktmodulen erarbeiten wir uns die Kernfragen sozialer Verantwortung mit Hilfe verschiedener Disziplinen: der Ethik, der Kulturgeschichte, der Soziologie, der Sozialphilosophie, der Ökologie, der Politischen Theorie, der Institutionentheorie und der Wirtschafts- und Unternehmenspolitik. Dabei werden immer Bezüge zu ökonomischen Positionen hergestellt und Unterschiede aufgezeigt.

Die erworbenen, fächerübergreifenden Fähigkeiten und Kenntnisse können Sie in weiteren Modulen zusammenführen. Darin bearbeiten wir Fragen zur Bedeutung des Geldes in unserer Gesellschaft und analysieren die Vermittlung zwischen Gemeinwohl- und Gewinnorientierungen. Natürlich werden Ihre neuen Kenntnisse und Fähigkeiten auch in die Themenstellung Ihrer Bachelor-Arbeit einfließen.

Handlungsorientierung (4. & 6. Semester)

Im vierten und sechsten Semester bearbeiten Sie auf Grundlage des in den ersten Semestern erworbenen Wissens und Könnens in Lehr-Projekten gemeinsam mit anderen Studierenden zunehmend eigenständig Projekte von gesellschaftlicher Relevanz – und zwar in direktem Kontakt mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren.

Die Module „Reflexion eigenen Engagements“ im dritten und fünften Semester eröffnen darüber hinaus Räume, um sich im Rahmen von Praktika in Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu engagieren. Auch im Rahmen von Workshops wird dieses Engagement reflektiert.

Studia humanitatis (1.-6. Semester)

Vom ersten bis zum vierten Semester besuchen Sie gemeinsam mit den BA- Studierenden aller Fächer zudem die Studia humanitatis.

Profilmerkmale des Studiengangs sind

Multiperspektivität und Interdisziplinarität

Wir verbinden ökonomische Denkschulen und Disziplinen durch konkrete Fragen und vergleichen sie auf der Ebene ihrer Denkansätze. Damit erzeugen wir Synergien. Bei uns lernen Sie die inneren Bezüge verwandter Fächer und ihrer Argumentationen verstehen:

  • Auf welcher Basis beruhen verschiedene Theorien?
  • Wodurch unterscheiden sich fächerspezifische Methoden?
  • Welche Konsequenzen haben ihre Blickweisen für die Praxis?

Dies soll Sie zur Vermittlung zwischen unterschiedlichen Positionen – etwa zwischen Gemeinwohl- und Gewinnorientierung – befähigen. Es hilft Ihnen auch, zwischen Menschen und Organisationen zu vermitteln, die diese Positionen vertreten. Gerade geistes- und kulturgeschichtliche Inhalte fördern bei uns diese Fähigkeit. Denn wir sind überzeugt: Nur wer wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen historisch versteht, kann die Zukunft erfolgreich gestalten.

Fokus

Unser Studiengang stellt die Analyse und Beschreibung von institutionellen Zusammenhängen in den Vordergrund, in denen Menschen wirtschaftliche Strukturen gestalten.

Weitblick

Sie lernen, wie individuelle und institutionelle Entscheidungen in wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche und ökologische Kontexte eingebettet sind.

Realitätsbezug

Wissenschaftliche Theorien beziehen wir auf konkrete Probleme und Themen der Gegenwart. Lehre und Forschung orientieren sich an Fragestellungen des heutigen Wirtschaftslebens. Das sorgt für Klarheit und Fokussierung. In unserem wachsenden Netzwerk von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft spüren wir solche Fragestellungen auf – und befassen uns eingehend mit ihnen. Im Rahmen von Praktika und Lehrprojekten, die Sie gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern gestalten können, lernen Sie, Praxis theoretisch zu reflektieren und Theorie praxisrelevant auszugestalten. Dabei arbeiten Sie allein und im Team zunehmend eigenständig an gesellschaftsrelevanten Themen.

Tiefgang

Wir schulen ein umfassendes Verantwortungs- und Wertebewusstsein. Gleichzeitig binden wir ideengeschichtliche und ethische Reflexion in die Ökonomie ein.

Kreativität

Wir befähigen zu eigenständigem Denken, ungewöhnlichen Lösungswegen und innovativen Fragestellungen auf einem soliden Wissensfundament. Wir erwarten von Ihnen keine passive Anpassung an die Ideale einer abstrakten, wissenschaftlichen „Wahrheit“ oder die eindimensionale Ausbildung rein praktischer Berufsfertigkeiten. Stattdessen helfen wir Ihnen, Ihre Persönlichkeit zu bilden und Ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten weiter zu entwickeln. Zum Beispiel häufen Sie bei uns nicht einfach Wissen an, sondern lernen auf wissenschaftlicher Grundlage, eigene Argumentationen zu entwickeln und diese anderen gegenüber zu vertreten. Bei uns stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt und können dadurch an wissenschaftlichen Ansprüchen wachsen.

Persönlichkeitsbildung

Die Studia humanitatis bilden das Herzstück aller Studiengänge an der Cusanus Hochschule. Sie werden von den Studierenden der unterschiedlichen Fächer gemeinsam besucht, so dass der interdisziplinäre Dialog zur gelebten Praxis wird.

Die vier Themenbereiche „Anthropologie und Biographie“, „Europäische Geistes- und Kulturgeschichte“, „Dialog und Begegnung“ und „Wissenschaft und Bildung“ gewähren Ihnen eine universale Bildung im humanistischen Sinne. Geistesgeschichte, Moralphilosophie und Literatur stellen Ihr Studium und Ihr eigenes Fach in einen wertbezogenen Rahmen. Gleichzeitig stehen Sie als Mensch im Vordergrund: Zu welcher Persönlichkeit möchten Sie sich selbst bilden? In welcher Gemeinschaft möchten Sie leben und wirken?

Lernen im Dialog

Wer sich sozial verantwortlich engagieren will, braucht fundierte Fähigkeiten zu einer gelebten Praxis. Deshalb ist unser Studium auf Dialog und Begegnung ausgerichtet.

Massenstudium und Prüfungspauken weichen dem gemeinsamen Arbeiten in kleinen Gruppen und dem direkten Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. In allen Modulen fördern wir aktiv die Mitgestaltung und Moderation von Gemeinschaftsprozessen bei unseren Studierenden.

Pro Jahrgang lassen wir nur max. 25 Studierende zu.

Blockseminare und aktives Hochschulleben

Alle Präsenzphasen des Studiums finden in Form von Blockveranstaltungen (zumeist drei oder sechs Tage) statt. Dies ermöglicht Ihnen ein konzentriertes Lernen, ein tatsächliches Eintauchen in den Lehrstoff und den intensiven Austausch mit Lehrenden und Kommilitonen. Die Blockseminare ermöglichen Ihnen auch, wenn Sie möchten, zwischen den Präsenzphasen außerhalb von Bernkastel-Kues zu wohnen und sich auch andernorts gesellschaftlich engagieren.

Weitere Informationen zum Lehrkonzept der Blockwochen finden Sie hier.

Das Hochschulleben gestalten alle gemeinsam, und Sie werden schnell merken, was sich in einer Kleinstadt alles bewegen lässt, wenn dort eine junge Hochschule wächst. Gleichzeitig studieren Sie im Herzen Europas und spüren den Puls der akademischen Forschung. Die Hochschule ist international vernetzt – u.a. mit Italien, Frankreich, Japan, den Niederlanden, Russland, Lateinamerika oder Österreich.