Schwerpunkte

Schwerpunkt Gesellschaftsgestaltung

Im Schwerpunkt Gesellschaftsgestaltung stehen die Ökonomisierung der Lebenswelten und ihre Alternativen im Mittelpunkt. Es geht darum:

schwerpunkte
  • die Ausbreitung marktwirtschaftlicher Prinzipien auf Bereiche, in denen ökonomische Überlegungen vormals keine Rolle gespielt haben, detailliert zu beschreiben. Dabei werden konkrete Phänomene der Ökonomisierung analysiert, etwa in Politik, Bildung, sozialer Arbeit und staatlicher Verwaltung;

  • die Umbildung sozialer Praxis im Rahmen der Ökonomisierung, den damit einhergehenden Wandel von Menschen- und Weltbildern sowie von verbindlichen Rechtsnormen und Wertvorstellungen aus verschiedenen historischen und theoretischen Perspektiven nachzuzeichnen und in ihren Tiefenstrukturen zu analysieren;

  • die Rolle der Wirtschaftswissenschaften, insbesondere des „ökonomischen Imperialismus“, für den gesellschaftlichen Wandel zu erforschen;

  • neue Formen der Selbstorganisation von Gemeinschaften zu diskutieren, Gestaltungsprozesse des öffentlichen Lebens jenseits marktförmiger Koordination und staatlicher Regulierung zu analysieren.

Schwerpunkt Wirtschaftsgestaltung

Der Schwerpunkt Wirtschaftsgestaltung stellt die kritische Reflexion der wirtschaftswissenschaftlichen Standardmethodik (Mainstream-Ökonomik) und ihrer Wechselbeziehungen zur Wirtschaft in den Mittelpunkt. Zudem setzen wir uns intensiv mit heterodoxen ökonomischen Methoden auseinander und bearbeiten Fragen wirtschaftspolitischer Gestaltung. Es geht darum,

  • zu erforschen, wie die Wirtschaftswissenschaften in Vergangenheit und Gegenwart bestimmten wirtschaftlichen Praktiken und Denkweisen zum Durchbruch verholfen haben;
  • zu verstehen, welche Themen sie im Gegenzug zu „Blinden Flecken“ werden ließen (die dann etwa die Finanzkrise 2008 als „Überraschung“ erscheinen ließen);
  • Formen ökonomischer Macht explizit zu thematisieren, ihre speziellen Techniken, Institutionen und Rahmenbedingungen zu analysieren;
  • die Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Steuerung und Regulierung einerseits und einer marktförmigen Deregulierung andererseits auszuloten;
  • sich gestalterischen Alternativen zur dominanten Ökonomie zuzuwenden: Wie können Menschen in Gemeinschaft und Gesellschaft jenseits des rein marktförmigen Austauschs die Entwicklung ihres Gemeinwesens gestalten und ihre wirtschaftlichen Grundlagen erhalten? Welche Theorie und Praxis von Gemeinwohl, Solidarität und Kooperation braucht es hierfür? Wie lassen sich politisch Bedingungen dazu schaffen?

Die Vertiefungsrichtungen bestehen zum einen aus Schwerpunktmodulen im Umfang von 20 Credit Points (ECTS). Zum anderen können Sie sich in Ihrem Forschungsprojekt, Ihrer Praxis-Reflexion sowie in Ihrer Masterarbeit entsprechend spezialisieren.