Inhalte & Formate

Im Studiengang werden Unternehmen und Organisationen und deren zugrunde liegenden Institutionen (im allgemeinen Sinne bewusst gestalteter oder ungeplant entstandener stabiler, dauerhafter Muster menschlicher Beziehungen, die oftmals lediglich implizit gelebt werden) als wesentliche Orte der Veränderung wirtschaftlicher Prozesse und deren Einbettung in Gesellschaft und Natur verstanden.

Der Studiengang soll den Studierenden speziell die Fähigkeit zur Erforschung, Reflexion und Praxis deren verantwortlicher Gestaltung vermitteln. Dabei wird Verantwortung als Schlüsselbegriff aufgefasst: In immer mehr Bereichen des Zusammenlebens wird eine stärkere Verantwortung von Akteuren erwartet, sei es im Hinblick auf die innerbetriebliche oder gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, bei der demokratischen Gestaltung der Zivilgesellschaft und deren Non-Profit-Organisationen, der öffentlichen Daseinsfürsorge oder der individuellen Lebensgestaltung.

Der Studiengang hat zum Ziel, zukünftige Entscheidungsträger_innen und Institutionsgestalter_innen auf diese Aufgaben fundiert und handlungsorientiert vorzubereiten. Er verbindet ein umfassendes Wissen um die heutigen ökologisch-sozialen Herausforderungen der Neugestaltung der Wirtschaft mit einem handlungsorientierten Verstehen und Können von Institutionsgestaltung und konkreter Verantwortungsübernahme in Unternehmen und Organisationen.

Studienverlaufsplan

Profilmerkmale des Studiengangs sind

Der Masterstudiengang “Ökonomie – Verantwortung– Institutionsgestaltung” beinhaltet Folgendes:

Welt- und Problemorientierung

Der Studiengang vermittelt transdisziplinär, d.h. problem- und wirklichkeitsorientiert, ein breites und kritisches Verständnis der sozial-ökologischen Herausforderungen der Gegenwart und die Rolle ökonomischer Prozesse darin. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einem kritischen Verständnis von komplexen und prinzipiell unvorhersehbaren Prozessen des Wandels in einer ökonomisierten Gesellschaft.

Verantwortung und Institutionsgestaltung

Spezifisch eignen sich unsere Studierenden eigenständig ein umfassendes interdisziplinäres Verständnis von Institutionen sowie ein ethisches Verständnis von Verantwortung an. Dabei setzen sie stets an konkreten Problem- und Aufgabenstellungen an und kombinieren wissenschaftliches, praktisches und philosophisch-ethisches Wissen – gerade auch in unsicheren und instabilen Situationen.

Handlungsorientiertes Gestaltungslernen

Oft droht die Rede von Verantwortung zu reiner Rhetorik zu verkommen. Das Alleinstellungsmerkmal des Studienganges ist sein didaktisches Konzept, das auf ein innovatives Erfahrungs- und Handlungslernen setzt, um Fragen der Gestaltung von Verantwortungskulturen nicht nur rein konzeptionell, sondern im konkreten Wechselspiel von Theorie und Praxis, Denken und Handeln, wissenschaftlichem und praktischem Wissen zu bearbeiten.

Partizipatives Lehren und Lernen

In den zentralen Modulen des Studiengangs arbeiten wir in didaktischen Formaten, in denen Studierende gemeinsam mit Praktiker_innen reale Probleme werte-orientierten Wirtschaftens und nachhaltiger Institutionsgestaltung identifizieren, beraten und lösen und so neues ökonomisches Denken und Verantwortungskulturen unmittelbar in der Praxis erproben und wissenschaftsbasiert reflektieren. Sie arbeiten dafür in Teams, in denen sie selbst eine Verantwortungskultur exemplarisch realisieren und evaluieren. Die entsprechenden transdisziplinären Forschungsmethoden werden hierfür fundiert vermittelt.

Gesellschaftsorientierte Philosophie

Wir integrieren gesellschaftsorientierte Philosophie, wie Sozialphilosophie und Ethik, aber auch Erkenntnistheorie und Phänomenologie in unsere Auseinandersetzung mit Prozessen gesellschaftlicher Transformation. Fragen der Verantwortung, der ethischen Selbstreflexion und der Werteorientierung sind auf diese Weise kein nettes Anhängsel, sondern integraler Bestandteil der Gegenwartsanalyse und Handlungsorientierung.

Persönlichkeitsbildung

In den Studia humanitatis bilden und entwickeln sich unsere Studierenden in allen Studienjahren als eigenständige Persönlichkeiten weiter – im Hinblick etwa auf Fragen des Sinns und Gemeinsinns ebenso wie der Verantwortung und Kreativität.

Modulhandbuch und Prüfungsordnung

Das Modulhandbuch können Sie hier herunterladen.

Auf einen Blick

Studienfach Ökonomie, Ethik, nachhaltige und strategische Organisations- und Unternehmensgestaltung
Studienabschluss Master of Arts
Akkreditierung/ Anerkennung Akkreditierungsagentur AHPGS; Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz
Regelstudienzeit Zwei Jahre (Vollzeit)
Studienplätze Maximal 20 pro Jahrgang = intensive Betreuung der Studierenden
Form des Studiums Präsenzstudium im Blockunterricht – Wohnen und Arbeiten auch außerhalb des Studienstandortes möglich. Mehr Informationen hier.
Lehrpersonal Eine Auflistung des Lehrpersonals finden Sie hier.
Studienbeginn Jährlich zum Wintersemester ab Oktober 2020
Studienort Bernkastel-Kues
Studienbeiträge max. 400,- € pro Monat (den genauen Betrag werden wir alsbald bekanntgeben),
max 9.600,- € insgesamt (Selbstzahler_innen)
Stipendien Bei hoher Motivation und sehr guten Leistungen besteht die Möglichkeit, ein Stipendium zu beantragen. Zudem unterhält die Cusanus Studierendengemeinschaft e.V. ein eigenes leistungsunabhängiges, bedarfsorientiertes Stipendienmodell.

 

Und was soll man später mal damit machen? Wir meinen, Vieles: