Der Studiengang

Aus Erkenntnis Handeln

Im Master Philosophie mit dem Schwerpunkt „Konzepte des Geistes“ widmen wir uns einem vertieften Studium der klassischen abendländischen Philosophie in ihrer historischen Breite, ergänzt durch die Perspektive interkultureller Konzepte. Geschichtlichkeit ist uns dabei kein Selbstzweck, sondern entstammt der Einsicht in das „Mitspracherecht der Geschichte“ für gegenwärtige Problemstellungen und Aufgaben. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auch auf die Frage nach Wahrheit und Vielfalt von Wissenschaftsformen, vor allem in der neuzeitlichen Philosophie – gerade vor dem Hintergrund einseitiger Ausprägungen der letzten Jahrhunderte. Die Erweiterung des Wissenschaftsbegriffs mit Hilfe der Philosophie ist aus unserer Sicht eine entscheidende Gegenwartsaufgabe.

Ein weiterer Schwerpunkt Ihres Studiums ist deswegen die originäre Verbindung metaphysischer und existenzphilosophischer Ideen, denn „mit der Tiefe des Gedankens wächst auch seine Aktualität“ (Heinrich Barth). Dabei spielt die Beschäftigung mit Existenzphilosophie, dem Deutschem Idealismus und einer Philosophie der Mystik inhaltlich eine wesentliche Rolle. Unterschiedliche Formen des Erkennens und Verstehens sowie ein Verständnis phänomenologischer Methoden bilden die Grundlagen dafür, Prozesse geistiger Bildung verstehen und gestalten zu können.

Ein Masterstudium Philosophie an der Cusanus Hochschule vermittelt Philosophie – anders als gegenwärtig dominierende Strömungen – als universelle, selbstreflektierte Wissenschaft des Geistes, in deren Zentrum die einzelnen Studierenden mit ihren und den gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen und Aufgaben stehen.

Das intensiv begleitete eigene Forschungsprojekt ermöglicht dabei eine Vertiefung und Fokussierung eines selbstgewählten Themas – noch vor der Masterarbeit. In der Praxisreflexion experimentieren Sie auf ganz individuelle Weise, wie sich Lebenserfahrungen und Studieninhalte verbinden lassen.

Studienverlaufsplan

Modulhandbuch

Das Modulhandbuch können Sie hier herunterladen. Informieren Sie sich außerdem mithilfe des Studiengangsflyers.

Der Aufbau des Studiengangs

Studia humanitatis (1.-4. Semester)

Die Studia humanitatis bilden das gemeinsame Herzstück aller Studiengänge der Cusanus Hochschule. Ihr Kernanliegen ist, Menschen zu helfen, sich als Persönlichkeit in sozialer Verantwortung selbst zu bilden und die Professionalität ihres jeweiligen Studienziels in ein wertbezogenes Ganzes zu integrieren. Veranstaltungen der Studia humanitatis: Bildung und Biographie / Anthropologie der Neuzeit / Begegnung und Gemeinschaft / Freiheit und Kreativität.

Kernmodule (1.-2. Semester)

In den Kernmodulen entwickeln wir systematisch ein breites Verständnis verschiedener Konzepte des Geistes in geschichtlicher, interkultureller, methodischer und institutioneller Hinsicht. Schwerpunkte bilden Geistes- und Ideengeschichte, Hermeneutik, Phänomenologie, Interkulturelle Konzepte des Geistes und Konzepte geistiger Bildung, die in enger Verzahnung von Theorie und Lebenspraxis erforscht und wissenschaftlich reflektiert werden.

Forschungsmodule (1.-4. Semester)

In eigenständigen Forschungsprojekten geht es darum, Voraussetzungen von Wissenschaft offenzulegen und Grenzen des Erkennens produktiv zu überwinden. Wir nehmen bestehende wissenschaftliche Ansätze auf, die gesellschaftlich relevant sind, und entwickeln sie weiter. Im Rahmen der Module Forschungswerkstatt, Forschungsprojekt, Masterarbeit und -kolloquium werden Sie Teil unserer Gemeinschaft von Forscherinnen und Forschern und entwickeln und bearbeiten diesem Rahmen zunehmend selbständig Ihre eigenen Themenstellungen. Dabei entstehen Freiräume für die Entwicklung eines pluralen, reflektierten und transdisziplinären Wissenschafts- und Forschungsverständnis.

Praxis-Reflexion (2.-3. Semester)

An der Cusanus Hochschule möchten wir Theorie und Praxis produktiv verschränken: Eine fundierte theoretische Reflexion soll zur vertieften und verantwortungsvollen Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen befähigen und umgekehrt sollen praktische Fragestellungen und Probleme den wissenschaftlichen Diskurs anregen. Speziell das Modul Praxis-Reflexion erlaubt es, innovative Wechselbeziehungen von Theorie und Praxis zu erproben.