Zukunftsperspektiven

Der Studiengang bereitet einerseits auf eine Karriere in der Wissenschaft sowohl in der Forschung als auch der Lehre vor. Andererseits ist er für Studierende konzipiert, die eine entsprechende Leitungsfunktion in den Bereichen Bildung (Erwachsenenbildung), Management (Coaching, Human Resources), Kirche (Pastoral, Orden, Wissenschaft) sowie in heilenden und helfenden Berufen (Seelsorge, Pflege, Hospiz) anstreben.
Der Studiengang befähigt, sich ein umfassendes und differenziertes Wissen in den Geisteswissenschaften (insbesondere der Philosophie) anzueignen, um vor diesem Hintergrund eigenständige philosophische Fragen mit adäquaten wissenschaftlichen Methoden zu formulieren und zu behandeln.

Zwei Stimmen aus dem Masterstudiengang Philosophie:

zukunftsperspektiven-04Aina Aasland

„Für mich ist dieses Studium eine einzigartige Möglichkeit, Dimensionen der Philosophie zu erforschen, die mir während meines Bachelors immer gefehlt haben. Hier geht es nicht bloß um das Platzieren und Analysieren von Geistesrichtungen und Impulsen aus der distanzierten Haltung des unbeteiligten Beobachters, sondern um ein vertieftes Eintauchen. Beim Untersuchen der entstehenden Fragen bin ich nicht bloß analytisch, sondern existenziell beteiligt; ich verbinde meine Gedanken und Erfahrungen mit den Inhalten, die große Denker formuliert haben. Erst dadurch bekommt die Philosophie Bedeutung für mich: als lebendiger, ergriffener Denkinhalt, der in der Welt gebraucht wird und durch mich in die Praxis gebracht werden kann.“

Carmen Nik Nafs

Was hat Dich bewogen, Dich für ein Studium an der Cusanus Hochschule zu entscheiden?
Ich war auf der Suche nach einem Bildungsort, der es mir ermöglicht, mich selbst zu bilden und so zu studieren, dass mein Denken um bestimmte Themen wieder eine Bewegung ist, die nicht aufhört, sobald ich den Seminarraum verlasse. Den Studierenden an der Cusanus Hochschule wird ein Raum gegeben, um gemeinsam zu lernen, zu begreifen und auch zu gestalten, nicht nur als auswendiglernende menschgewordene Matrikelnummer, sondern als ganz persönliches Ich, mit eigenen Fragen und Neugierde.

Auf welche besonderen Herausforderungen muss sich einstellen, wer dort studieren will?
Bei mir hat es ein bisschen gedauert, bis ich endgültig verstanden habe: Wir Studierenden mit unseren Fragen und Wünschen haben hier tatsächlich die Möglichkeit unsere Bildung, unsere Seminare aktiv mitzugestalten. Und gerade hierin liegt das Schöne und die Herausforderung zugleich: Mensch ist hier keine anonyme Nummer. Die eigene Meinung ist gefragt und die Bereitschaft, sich an Themen zu reiben, gemeinsam zu diskutieren. Hier gibt es nicht nur Powerpoint-Folien, die auswendig gelernt und reproduziert werden können.

Wie hoffst Du, das Gelernte später umsetzen zu können?
Wenn wir von „umsetzen“ im Sinne von „Arbeit“ sprechen, bin ich mir sicher, dass vielen Arbeitgebern klar ist: Wir wollen und brauchen wieder Menschen, die gelernt haben, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Wenn wir von „umsetzen“ im weiteren Sinne sprechen, ist für mich ganz klar: Das hier Gelernte und Gelebte lässt sich nicht einfach abstreifen. Ich werde es in alles tragen, was ich tue und gerade dabei wird mir wieder deutlich, dass Bildung hier gelebt wird. Gelerntes verantwortlich umsetzen – genau darum sollte es doch gehen, wenn wir Gesellschaft gestalten wollen. Genau dieser Idee nähern wir Philosophen und Ökonomen uns hier gemeinsam jeden Tag.