Praxis- und Forschungspartner

An der Cusanus Hochschule soll theoretische Reflexion zur vertieften und verantwortungsvollen Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen befähigen und umgekehrt praktische Kenntnis das Fragende Denken anregen. In allen unseren Studiengängen liegt der Schwerpunkt deswegen auf einer engagierten Forschung statt auf einer rein distanziert-objektiven Wissensvermittlung.

Engagierte Forschung aber lässt sich nicht im akademischen Elfenbeinturm, getrennt von der Welt vollziehen. Wissenschaft sollte sich stattdessen über Fachgrenzen vernetzen und den Dialog mit Menschen und Organisationen aus der Praxis suchen. Unser stets wachsendes Netzwerk von Forschungs- und Praxispartnern ermöglicht Ihnen als Studierende aktiv die dynamische Wechselbeziehung von Theorie und Praxis sowie von Wissenschaft und gesellschaftsrelevantem Engagement zu erleben und sich aktiv in die Gestaltung von Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Politik einzubringen.

Eine Auswahl unserer Partner

innatura GmbH, Köln

Bei innatura trifft Überfluss auf Bedürftigkeit. Die innatura wirbt im großen Stil Sachspenden aus Industrie und Einzelhandel ein, lagert diese zwischen und vermittelt sie dorthin weiter, wo sie dringend benötigt werden. Damit schlägt innatura die Brücke zwischen Unternehmen, die Abnehmer/innen für ihre Überschusswaren suchen, und gemeinnützigen Organisationen, die genau diese Produkte dringend benötigen. innatura ist selbst gemeinnützig und auch auf Spenden angewiesen. Studierenden können sich über die Cusanus Hochschule auf Praktika bei innatura bewerben. Als Praktikant oder Praktikantin verbringen Sie mehrere Wochen im Unternehmen und arbeiten dort mit, wo es gerade am dringendsten benötigt wird, so dass Sie einen wirklichen Einblick in die täglichen Abläufe einer gemeinnützigen Organisation erhalten.

Institute für Social Banking, Witten

The Institute for Social Banking promotes a concept of finance and banking that specifically orients itself towards a perception of and responsibility for the development of both people and planet. For this purpose, the institute wants to contribute to a change in paradigm. This will be possible if more and more people develop a new – ethically and socially-ecologically oriented – understanding of the monetary and banking sector. The work of the institute focuses on education and research for change agents, connecting education, research and praxis and designing education for a sustainable development. Master students are invited to develop their research projects in cooperation with the Institute for Social Banking in the fields of sustainable finance and banking as well as in educational matters.

MONNETA – Money Network Alliance, Hamburg

MONNETA vermittelt Wissen über nachhaltige Finanzwirtschaft und komplementäre Geldsysteme und wie diese zur Lösung von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Problemen beitragen können. Die Organisation will bei Lesern, Zuhörern, Zuschauern und Gesprächspartnern ein Bewusstsein dafür bilden, dass Geld ein soziales und gesellschaftliches Gestaltungsmittel ist, das mitgestaltet werden kann. Zudem will MONNETA will Bildungsaktivitäten unterstützen, die gesellschaftliche Polarisierung, Armut, Arbeitslosigkeit, Umweltzerstörung mit Hilfe alternativer Geldsysteme überwinden wollen.

Bei MONNETA können Sie vermittelt über die Cusanus Hochschule Praktika in ausgewählten Projekten machen (unvergütet) oder aber im Rahmen Ihres Masterstudiums mit ExpertInnen aus dem Netzwerk von MONNETA konkrete Fragestellungen aus den Bereichen Geld, nachhaltige Finanzwirtschaft, komplementäre Geldsysteme und Bildung entwickeln und bearbeiten.

sowi-online, Bielefeld

sowi-online widmet sich den sozialwissenschaftlichen Fachdidaktiken und fördert Austausch und Kommunikation zwischen Wissenschaft und Lehr-Lern-Praxis. Dazu dienen die Angebote, die auf der Website kostenfrei zur Verfügung stehen. sowi-online vertritt einen breiten, pluralistischen, auf die Integration der sozialwissenschaftlichen Fachdidaktiken zielenden Ansatz und fördert dessen Weiterentwicklung. Dabei konzentriert sich sowi-online auf Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftsdidaktik und einschlägige Inhalte und Themen der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Bildung.

sowi-online will die Grenzen und Abgrenzungen zwischen diesen Didaktiken überwinden, die ein problemorientiertes und kritisches sozialwissenschaftliches Lernen behindern. Die Mitglieder von sowi-online engagieren sich sowohl für den Theorie- Praxis- als auch für den Praxis-Theorie-Transfer in Aus-, Fort- und Weiterbildung. sowie Berufspraxis von Personen, die Lernprozesse in den Feldern Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie in benachbarten Feldern wie Arbeit, Haushalt, Geschichte oder Geographie organisieren, durchführen und verantworten.

Masterstudierende der Cusanus Hochschule können in Kooperation mit sowi-online Forschungsfragen entwickeln und bearbeiten, die insbesondere im Zusammenhang mit Fragen neuer ökonomischer Bildung stehen.

Verein zur Förderung der Gemeinwohlökonomie, Wien

Der Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie ist Initiator einer internationalen Bewegung, die in einem demokratischen, partizipativen und ergebnisoffenen Prozess ein ethisches Wirtschaftssystem etablieren möchte, in dem das Gemeinwohl an oberster Stelle steht. Dieser Prozess soll auf wirtschaftlicher Ebene eine lebbare, konkret umsetzbare Alternative für Unternehmen verschiedener Größen und Rechtsformen schaffen, bei welcher der Zweck des Wirtschaftens und die Bewertung von Unternehmenserfolg anhand Gemeinwohl-orientierter Werte definiert wird. Auf gesellschaftlicher Ebene möchte der Verein eine Bewusstseinsbildung für Systemwandel initiieren soll, die auf dem gemeinsamen, wertschätzenden Tun möglichst vieler Menschen beruht.

Der Verein zur Förderung der Gemeinwohlökonomie vermittelt gemeinsam mit der Cusanus Hochschule Studierenden Praktika in seinen Netzwerken, insbesondere in Unternehmen, die eine Gemeinwohlbilanzierung durchführen.

Zudem unterstützt der Verein Masterstudierende darin, eigene Forschungs- und Praxisvorhaben im Hinblick auf Grundfragen der Gemeinwohl-Ökonomie zu entwickeln und durchzuführen.

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, Wuppertal

Das Wuppertal Institut erforscht und entwickelt Leitbilder, Strategien und Instrumente für Übergänge zu einer nachhaltigen Entwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Im Zentrum stehen Ressourcen-, Klima- und Energieherausforderungen in ihren Wechselwirkungen mit Wirtschaft und Gesellschaft. Die Analyse und Induzierung von Innovationen zur Entkopplung von Naturverbrauch und Wohlstandsentwicklung bilden einen Schwerpunkt seiner Forschung. Im Fokus der Forschung des Wuppertal Instituts stehen Transformationsprozesse zu einer Nachhaltigen Entwicklung. Die Forschungsarbeiten hierzu bauen auf disziplinären wissenschaftlichen Erkenntnissen auf und verbinden diese bei der transdisziplinären Bearbeitung komplexer Nachhaltigkeitsprobleme zu praxisrelevanten und akteursbezogenen Lösungsbeiträgen. Problem, Lösungsansatz und Netzwerke sind dabei gleichermaßen global, national sowie regional/lokal ausgerichtet.

Zurzeit ermöglicht das Wuppertal Institut zwei Masterstudierenden der Cusanus Hochschule die Entwicklung und Durchführung eigener Forschungs- und Praxisvorhaben im Rahmen des Projekts „Wohlstandswandel Wuppertal – Urbane Transformationslabor für Nachhaltiges Wirtschaften“. Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen studentischer Projekte werden sich daraus entwickeln.

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Referat Interreligiöser Dialog

Das Referat Interreligiöser Dialog der Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt sich folgende Ziele:

  • Stärkung der theologischen Auseinandersetzung mit dem Islam: Der Islam soll zu einem ständigen Bezugspunkt christlicher Theologie werden.
  • partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Muslimen und islamischen Vereinigungen.
  • differenzierte Klärung aktueller Fragen, die den Islam und das Zusammenleben in pluralistischen Gesellschaften vor allem im europäischen Kontext betreffen
  • Entwicklung und Praktizierung eines Dialogkonzepts, das den Asymmetrien zwischen Muslimen, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Gruppen gerecht wird
  • Darüber hinaus hat der christlich-jüdische Dialog an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine kontinuierliche Geschichte vorzuweisen. Die Akademie ist seit Jahrzehnten ein Ort für den Dialog von Christentum und Judentum.

Das Referat vergibt im Rahmen von Projekten zum interreligiösen Dialog regelmäßig bezahlte Praktika. Bewerben können sich MA-Studierende.