Initiativen & Einblicke

Dass Form, Inhalt und Handeln an der Cusanus Hochschule zusammengehen, zeigt sich an den bestehenden und entstehenden studentischen Initiativen.

Studentische Initiativen

Hochschulchor

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„Das ist wie ein Traum für mich, dass so viele Leute hier sind und sich jetzt die Jahrgänge und Fachbereiche hier so vermischen und miteinander singen“, mit diesen Worten eröffnete Jakob Bergsma, Student der Cusanus Hochschule und Chorleiter das Probenwochenende im Januar 2017.

Das Repertoire des stetig anwachsenden Chores mit seinen rund 25 Mitgliedern, umfasst neben Volksliedern aus aller Welt seit diesem Semester auch klassische Stücke aus den letzten 500 Jahren. Neben eigenen Konzerten tritt der Hochschulchor auch bei offiziellen Veranstaltungen des Hochschullebens, wie den feierlichen Semestereröffnungen, in Erscheinung. Der Hochschulchor war während des ersten Jahres seines Bestehens ausschließlich studentisch besetzt.

Herbstakademie

„Zeitgemäße Bildung bedeutet für uns, einen reflektierten, verantwortlichen und verantworteten Prozess der Selbst- und Weltgestaltung in Gemeinschaft zu vollziehen.“ Mit diesem Anspruch organisiert die Cusanus Studierendengemeinschaft jährlich eine fünftägige Herbstakademie in der ehemaligen Jugendherberge von Bernkastel-Kues. Die Akademie soll Treffpunkt für Menschen sein, die aktiv und verantwortungsbewusst ihre Gesellschaft mitgestalten wollen. Dies ernst nehmend, widmete sich die erste Herbstakademie im Jahr 2015 dem Begriff der „Verantwortung“. 2016 stand das Thema „Freiheit“ im Mittelunkt.

Je etwa 60 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland fanden während der beiden Akademien ihren Weg nach Bernkastel-Kues. Die Formate reichten von Impulsvorträgen, Diskussionen und Textarbeit bis hin zum Theaterspielen und einer öffentlichen Podiumsdiskussion. Aktuelle Informationen zur kommenden Herbstakademie finden sich hier.

Studentisches Wohnen

Seit 2014 dient die vorübergehend geschlossene Jugendherberge der Stadt Bernkastel-Kues als studentische Wohn- und Arbeitsstätte. Sie ist von der Cusanus Studierendengemeinschaft e.V. angemietet und wird finanziell durch solidarische Beiträge aller Studierenden getragen. Das selbstsverwaltete Studierendenhaus bietet vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung und Nutzung: neben der Belegung während der Seminarwochen finden hier regelmäßige Gremientreffen ebenso statt, wie die jährliche Herbstakademie.

Weitere Informationen hier und hier.

Verpflegung

Momentan erfolgt die Verpflegung während der Seminarwochen in studentischer Selbstorganisation. Damit leisten die Studierenden einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Hochschulstandortes Bernkastel-Kues. Die Selbstorganisation beinhaltet den Bezug von Lebensmitteln ebenso wie deren Zubereitung und die dafür nötige koordinatorische Arbeit. Es bestehen Kooperationen mit einem örtlichen Supermarkt und dem nahe gelegenen Demeterhof Breit. Warm gekocht wird meist abends nach den Seminaren. In der Mittagspause versorgen sich die Studierenden mit Lunch-Paketen und frischem Obst und Gemüse. Zudem besteht die Möglichkeit in den örtlichen Gastronomien zu vergünstigten Tarifen zu speisen. Weitere Informationen hier.

Einblicke in das Studierendenleben

Studieren in Bernkastel-Kues

Für mich ist dieses Studium eine einzigartige Möglichkeit, Dimensionen der Philosophie zu erforschen, die mir während meines Bachelors immer gefehlt haben. Hier geht es nicht bloß um das Platzieren und Analysieren von Geistesrichtungen und Impulsen aus der distanzierten Haltung des unbeteiligten Beobachters, sondern um ein vertieftes Eintauchen. Beim Untersuchen der entstehenden Fragen bin ich nicht bloß analytisch, sondern existenziell beteiligt; ich verbinde meine Gedanken und Erfahrungen mit den Inhalten, die große Denker formuliert haben. Erst dadurch bekommt die Philosophie Bedeutung für mich: als lebendiger, ergriffener Denkinhalt, der in der Welt gebraucht wird und durch mich in die Praxis gebracht werden kann.
Aina Aasland, Studentin MA Philosophie

Was mir hier ganz besonders gefällt, ist die ungeheure Präsenz von Reflexion: Natürlich wird in den Seminaren die moderne Wirtschaftswissenschaft reflektiert, aber auch danach herrscht noch ein reges Diskutieren über die Themen und vor Allem auch den Unterricht an sich. Und schließlich ist es schön, dass die Hochschule auch zwei offene Ohren für daraus erwachsende Vorschläge hat. Ein Beispiel: Wir haben unseren Professor gebeten, nicht immer sofort selbst auf Fragen zu antworten, damit wir erst mal nachdenken und uns austauschen können – mit Erfolg.
Anton Wolf, Student BA Ökonomie

Weitere Stimmen von Studierenden und Absolvent*innen finden Sie hier.

Herbstakademie

„Das Bedeutende ist das Gespräch, das gemeinsame Sich-hinwenden, Hinhören, Fragen und Den-Fragen-Nachlauschen. Zur Herbstakademie 2016 kam keiner, um etwas Produziertes zu kaufen und zu konsumieren. Zu lebendig war das Miteinander, zu ermöglichend jeder Moment, ob in den Kursen, in den Pausen, in den Nächten; zu nachfragend die Tagung selbst: Was denkst denn du? Wer bist du über­haupt? Was willst du hier? Hörst du mir zu? Was sagst du da?“
Paulus Schürmann, MA Philosophie

„Nicht nur das gute Wetter und die grüne Höhe auf der in fast unverschämter harmonischer Schönheit die Jugendherberge erstrahlte, machte die Veranstaltung zu einem Freiheitsforschungsort. Auch die vielen Beiträge, Diskussionen, ob am Mittagstisch, beim Kaffee oder Abendprogramm, ermöglichten, dass ausgerechnet zweierlei gelang: Erstens, über Freiheit etwas zu sagen, sie ‚überdenkbar‘ zu machen, ohne dabei allzu sehr in den bequemen Bahnen der philosophisch-historischen Hauptstraßen zu gehen.“
Helene Schaefermeyer zur Herbstakademie 2016

Wohnen in Bernkastel-Kues

„Die Solidarität im selbstverwalteten Studierendenhaus ist einzigartig: Immer ist jemand da, mit dem man gemeinsame Momente teilen kann, gemeinsames Kochen, Putzen, Lachen, … aber auch die Möglichkeit zum Rückzug ist gegeben. Hier helfen wir uns gegenseitig zu reflektieren, über Vergangenes, Aktuelles und was noch kommen mag.“
Hannah Jaberg, Studentin MA Ökonomie

 

Für mich war es die beste Entscheidung nach Bernkastel-Kues zu ziehen, weil sich hier gemeinsames Denken, Lernen, Freude, Diskutieren und Gemeinschaft zu einer Lebensform vereinen.
Carmen Nik Nafs, Studentin MA Philosophie